True Moon – Poison

Pünktlich in den wunderschönen Sommermonaten wird ein neuer Song von True Moon auf die Fußmatte geweht, damit man auch ja nicht vergisst, dass der stürmische Herbst und der dunkle Winter direkt vor der Tür stehen.
Wie schon bei dem ersten Album, das 2016 bei Lövely erschienen ist, wird auch hier maßgeblich die Stimmung von Karolina Engdahl geprägt, die mit ihrem Gesang so schrecklich schön verzweifelt sein kann. Das hat sie im übrigen auch bei Vånna Inget schon so fabelhaft bewiesen. Doch wo bei Vånna Inget noch Punk als Schublade ausgereicht hat, muss man hier schon eine weitere Ebene hinzufügen und mindestens im Bereich „Post“ kramen, wenn nicht sogar bei Darkwave oder so Zeugs.

Ich finds prima, habe die erste LP rauf und runter gehört, als es kälter wurde im Land und im Herzen. Poison klingt vielversprechend – kommt demnächst auch bei Lövely, denke ich mal.

Vånna Inget – Utopi LP

Manchmal ist es auch schön, wenn man sich in dieser hektischen Welt auf Dinge verlassen kann, die sich niemals ändern werden. Die immer so bleiben, wie sie mal waren, ohne dabei langweilig zu werden. Vånna Inget ist so eine Sache.
Seit 3 Alben immer wieder die gleiche Rezeptur. Seit 2011 servieren die 4 Schweden hochmelodischen poppigen Punk Rock mit toller Stimme und einem großartigen Songwriting, wie man es fast nur aus Schweden gewohnt ist.

Wenn in tausend Jahren, nach dem langen Nuklearwinter, nur noch Ratten die Erde bevölkern, dann gibt es im Norden, in der Nähe von Småland, mit Sicherheit ein paar sehr talentierte Nager, die durch poppige Melodien ihre Nagerkameraden zu unterhalten wissen. Das muss da irgendwo im Wasser oder in der Luft verborgen sein; dieses Talent, aus 6 Gitarrensaiten, 4 Basssaiten und 2 Stimmbändern so viele schöne Melodien zu kreieren. Und die Ratten machen das dann sogar ohne Instrumente!

Kürzlich ist Utopi bei Graphals erschienen und bald steht das Ding dann auch bei euch im Plattenladen. Wenn ihr die Platte in bunt haben möchtet, müsst ihr allerdings bei freighttrain bestellen. Ich nehme eine in schwarz und eine in bunt, bitte. Ich muss endlich herausfinden, ob man einen Unterschied hört.

Wenn man sich das Video zu Skuggor ansieht, könnte man meinen, die Apokalypse habe schon stattgefunden. Fröhlich ist anders.