Bin gerade über eine banale Erkenntnis gestolpert, für die ich einen Comedian brauchte. "Everything is more expensive nowadays, but nothing got better."
Mist, das stimmt ja. Miete, Nahrung, Zigaretten. Wie soll man denn so sein Leben planen, wenn auf einmal schon am 20. jeden Monats kein Geld mehr auf dem Konto ist, um den Frust des Tages zu feiern? Gunter Gabriel hat dies bereits vor über 50 Jahren messerscharf analysiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass mehr Geld helfen würde. Ach so! Na dann.
Passende musikalische Untermalung zur Stimmungslage kommt von iZM aus Los Angeles. Die scheinen tatsächlich in den Jahren seit ihrem letzten Garage Punk Synth Gerumpel eine Psychose und oder Neurose entwickelt und gepflegt zu haben. Der Sound vom neuem Album fühlt sich zumindest ein bisschen nach deprimierender Kälte und ungewollten Aufenthalten in einer geschlossenen Anstalt an.
Düsterer Hardcore Post Punk mit Anleihen aus australischem Pub Rock und der Metal-verarbeitenden Industrie. Dazu aber ein Haufen Melodie eingestreut, die es sich widersprüchlich gemütlich macht in den monotonen Bassläufen und den stoischen Rhythmen. Richtig gut.
Under The Gun Records. Kommt auf Vinyl. Irgendwann vielleicht auch hier, bis dahin erst einmal digital zu bestaunen. Platte kann man sich ja eh nicht mehr leisten, wenn schon wieder der 29. des Monats ist. Zahle ich die Miete oder geh ich in den Plattenladen? Hm.
Schnell, Leute. Ihr habt nur noch heute Zeit, um darüber abzustimmen, wie die neuen Euro-Scheine aussehen werden, die ihr bei den ganzen anderen Menschen immer in den Händen und aus den Taschen quillen seht.
Nach ein paar Jahren gibt es hier ein neues Lebenszeichen von dem Neo Neos Verrückten Connie Voltaire, der den lofi Garage Punk Rock wie kein anderer zelebrieren kann.
Eine neue Veröffentlichung von Herrn Billiam ist nun nicht unbedingt ein Grund, aus dem Bett zu fallen und vor Überraschung seinen morgendlichen Cognac in den Schoß zu kippen. Der Typ aus Melbourne hat schließlich in den letzten Jahren mit Bands wie Disco Junk, Collective Hardcore, TOR oder Dot Com regelmäßig für Verstimmungen gesorgt und nebenbei auch noch seine Solosachen in einer wahnsinnigen Frequenz auf den Markt geworfen, dass man fast glauben könnte, der meint das ernst.