Wochenende, keine Zeit für Spaß. Kümmert euch endlich mal um die neue Öllieferung und den Garten und das Feuerholz für den Winter und die Dusche muss geputzt werden, ihr Dreckspatzen. Der Kühlschrank könnte mal ausgewischt werden und wer füttert endlich den Hamster und die Zimmerpflanzen?
Die Antwort liefern ca. 25 Powerviolence und Grindcore Bands auf einer Veröffentlichung, die nicht einmal ne halbe Stunde dauert, glaub ich. Hektischer Lärm mit Aggressions-Rucksack und zwei drei Farbtupfern, die sich auf dem Sampler verloren haben. Hier wird zum Beispiel auch ein Cover von Fugazis meist gestreamten Song feilgeboten. Interessant.
Guter Soundtrack für ein bisschen Haushalt.
No Time Records. Auf Kassette erhältlich. Grindcore ist eine schöne lautmalerische Bezeichnung für Musik. Powerviolence hingegen erinnert mich eher an stumpfe Käfigkämpfer mit sinnlosen Knochenbrüchen zum Feierabend. Aha.
Statistisch gesehen glauben die Menschen aus dem Nordosten der USA am wenigsten an die Existenz von Gott. Ist das dann Kausalität oder Korrelation, dass die Band hier aus den Gefilden stammt?
Weil jetzt Feiertage anstehen, wisch ich noch mal eben das imaginäre Büro aus.
Könnte ich ein bis drei Powerakkorde auf der Gitarre spielen und hätte dazu noch einen Drumcomputer in der Rumplkammer gammeln, würde so wohl auch mein erstes Soloalbum klingen.
Sehr schönes Tape von Sasha Guleff, der hier einen alten Song aus dem Jahr 2021 verwurstet und diesen gemeinsam mit 5 neuen Stücken zum ersten Mal auf einem physischen Tonträger veröffentlicht.
Bevor das hier in die poppige Belanglosigkeit abdriftet, reißen wir das Steuer mal geschwind herum und lenken den Karren in den Abgrund der Hardcore Monotonie.
Natürlich ist grundsätzlich Sean Connery einem Roger Moore als James Bond vorzuziehen, aber man darf auch nicht vergessen, dass Moore hier schon so viel Ironie in seiner Rolle verwurstet, dass man die sexistischen Sprüche und Handlungen der Figur fast schon übergehen kann.
Ich hab ja Akte-X nie gesehen, muss ich gestehen. Aber ich kann verstehen, dass es eine gewisse Anziehungskraft ausübt, über unheimliche Begegnungen und geheimnisvolle Geschehnisse zu schaudern, die man nicht so recht glauben – aber auch nicht ganz als dummes Geschwätz abtun kann. Das war in den 90ern wohl der große heiße Scheiss im TV. Heute muss man dafür nur Twitter aufmachen. Naja.