The Butts – S/T

Das Tolle am Internet ist ja auch, dass man so ziemlich jeden Scheiß einfach reinstellen kann, weil die Geschmäcker so verschieden sind, dass man auf jeden Fall irgendeine Person erreicht, die das toll findet. Zum Beispiel the Butts.

Digital Hotdogs. Weil ein gutes Pferd immer nur so hoch springt, wie es muss, bis es in die Wurst kommt.

Dregs – Enemy Not Me CS

Könnt Ihr Euch noch daran erinnern, dass die nicht ganz aldente Zwitschernudel Adele bzw. ihr Plattenlabel Sony für das gesamte beschissene Jahr 2021 die Presswerke für kleine Labels lahmgelegt hat, damit pünktlich vor Weihnachten das sensationell langweilige Album "30" in die Läden kam?

500.000 Stück wurden gepresst, um "die Nachfrage bedienen zu können". Keine Ahnung, wer diese Nachfrage errechnet hat, aber zumindest die Hälfte der LPs ging weg. Was macht man denn dann mit den restlichen 250.000 Platten?

Die ersten Exemplare wurden kürzlich in einem Goodwill in England entdeckt. Prima –  da haben wir schon einmal 100 – also ein Drittel der durchschnittlichen Auflage eines kleinen Labels. Und der Rest? Daraus werden dann wohl die Obstschüsseln und Wanduhren, die Fußbodenbeläge und Kunstobjekte, die eine IKEA-Familie so in ihrer individuellen Wohnung stolz präsentieren kann. Traurig.

Dregs aus Texas ist das wohl ziemlich egal. Die haben es mit ihrer Garage Punk Hardcore Mischung "nur" auf Kassette geschafft und diese Produktion geht relativ zügig. Nicht zu verwechseln mit den SxE Leuten aus Wien, die den gleichen Bandnamen haben. Der Abschaum aus Austin gefällt mir gut, die vier Leute bringen genug Energie auf, um meinen Hamster in seinem Rad genügend Angst zu machen und ihn zu Höchstleistungen zu treiben. Gut so, wir müssen alle auf alternative Energielieferanten zurückgreifen, um die 50-jahre alten Kühlschränke mit Bierflaschen weiterhin vereisen zu lassen. Cheers.

Digital Hotdogs bietet das digitale Würstchen Album für lau an. Bei der Band kann man ein paar Dollar spenden. Oder einfach die Kassette kaufen, solange die Industrie noch nicht errechnet hat, dass für das nächste Taylor Swift Album eine Nachfrage von 20 Millionen Tapes existiert.