Dylan McCartney – For Those Not Here CS

Ein Soloalbum vom Post Garage Punk Spezialisten Dylan McCartney aus Cincinnati. Ihr kennt die Musik, die er in den Bands und Projekten seit Jahren abliefert (Crime Of Passing, The Drin, Motorbike, The Serfs, usw.), aber kennt ihr auch sein ruhiges, teilweise etwas seltsames Werk aus dem Herbst letzten Jahres, auf dem er mit einer Mischung aus Folk und Post Trash Punk seiner Oma gedenkt, die letztes Jahr verstorben ist?

Genau das richtige Tonbandgewusel für den Freitagabend im klaustrophobischen Kellergewölbe des Kleinhirns. Cool.

Chrüsimüsi Records haben daraus eine Kassette gebastelt und auf die B-Seite noch ein paar unveröffentlichte Tracks aus den Jahren 22-25 gezaubert. Das lohnt sich.

Dumbells – Up Late With LP/CS

Eigentlich ist das viel zu schön für Total Punk Records. Da kratzt ja gar nichts, da scheppert nichts und da lärmt es überhaupt nicht.

Ein poppiges Juwel namens Dumbells kommt da aus Sydney angerauscht und überzeugt mich direkt mit den ersten paar Tönen, die schon als musikalische Vorboten des unbeschwerten Sommers gelten können. Mit Leuten von Shrapnel, den Satanic Togas und Tee Vee Repairman ist die Band auch qualitativ gut ausgerüstet, um hauptberuflich Kaugummi in die Gehörgänge der Badeanstaltsbesucher zu drücken.

Auf dem Demo haben sie neben den poppigen Tönen auch ein paar schräge Dinge anklingen lassen, mal sehen, wie sich das komplette Album präsentieren wird – erst einmal nur zwei Songs online. Abwarten und Bubble Tea trinken. Oder ist das jetzt nicht mehr hip?

Prima Power Pop Garage.

Auf LP bei Total Punk Records und auf Kassette in der Schweiz bei Chrüsimüsi Records. Als Demo bei Warttman Records. Sehr schön.