Forma – S/T CS

Eine spanische Band aus Bilbao, die auf Italienisch singt. Das behauptet zumindest das Label, ich kann das leider nicht verifizieren. Ich verstehe auf beiden Sprachen nur Spanisch.

So gesehen is mir das auch egal, der poppige Gitarren Garage Punk macht Spaß, ohne jedes Wort korrekt artikuliert mitsingen zu können. So wie früher bei den Beatles Platten meiner Eltern, wenn man irgendeinen Kauderwelsch dahergeträllert hat, Hauptsache, die Silben und Melodien stimmen.

Schönes Debüt von Forma aus Spanien.

Polze De La Mort, Afterpost, DDT Banaketak & Dispear Records. Auf Kassette inkl. eines Fanzines ab Sonntag zu bekommen, digital schon seit letztem Monat auf der ganzen Welt breitgetreten. Für Fans der romanischen Punkerwelle.

Yunk – S/T 7″

Ist auch schon wieder lange her, dass schlaue Gedanken aus einem Kloster entsprungen sind, ne? Hier ein paar "neue" Ideen der CSU.

Die will mehr Steuersenkungen und eine "große Abschiebeoffensive" und kuschelt dabei mit Automobilindustrie und Kernkraftwerken. Was soll man dazu sagen? Willkommen im Jahr 1990? 1965? Uff. Noch ein paar News aus Bayern: die Erde ist (wahrscheinlich) rund, Michael Jackson ist tot und Liebe geht mit der Wurst durch den Magen. Mia san mia. Geht scheißen.

Erfreulichere Nachrichten kommen aus Bilbao, wo die 5 Noise Punk Rocker von Yunk ihr Debüt heimlich auf die Welt losgelassen haben. Ganz ohne stumpfbesoffene Parolen (naja, "Leave me alone" und "Unity!") rotzen die Spanier poppigen Punk Rock mit viel Gitarre und Mitgröhlfreuden in den Äther und erinnern dabei teilweise ganz ohne Stoppeln an den 2000er Bärtepunk, der auf Dirtnap abgefeiert wurde.

Ganz geil.

Andalucia Über Alles (ESP), Symphony Of Destruction (FR) und Polze De La Mort (ESP). Auf 7″ erschienen und offensichtlich sind Zähne neben den Fingern die Achillesverse des Zeichnens.

Katarsi – S/T LP

Die LP von Katarsi ist das Ergebnis einer langen Serie von Enttäuschungen, wenn man dem Label Glauben schenken darf. Auch nicht unbedingt die Lobpreisung, die einem so vorschwebt, wenn man jemanden um ein Feedback bittet.

Aber natürlich war das nicht so gemeint, sondern anders und natürlich ist die Band und die Platte toll und blablupp, aber lustig wärs doch schon, mal einen Beipackzettel zu einer Veröffentlichung zu lesen, in der steht, dass man eigentlich mehr erwartet hätte und die Texte ein Grundschulniveau nicht übersteigen oder so ähnlich. Na, egal.

Musikalisch bietet das Solo-Projekt von Katarsi aus Bilbao eine angenehme Punk Rock Mischung aus den 2000ern mit den frischen Synthie-Klängen aus den 2020ern, die eigentlich auch irgendwie aus den 80ern stammen. Fest verwurzelt in der Vergangenheit kommt so ein Album zustande, das melodisch und poppig, dennoch roh und rotzig klingt, ohne den Anschein zu erwecken, dass man hier zuviel wollte. Passt zusammen, geht ins Ohr und regt zum Tanzen an. Schön.
Textlich eine Katastrophe 😉

Flexidiscos. Auf buntem Vinyl vorgestern erschienen und mit einem hübschen Siebdruck-Cover versehen. Ich hatte mal einen asiatischen Schnellimbiss um die Ecke, der warb mit dem Spruch "Leckerer als gedacht." Hat inzwischen geschlossen.