Aus der Kategorie "Frühlingsmusik für den Herbst" haben wir hier das letzte Album von Marbled Eye aus Oakland im Angebot. Veröffentlicht im März, aber mit dem Sound eines Post Punk Albums, das wunderbar zu Spätsommer- und Herbstabenden unter dem Heizpilz begrabend passt.
Relativ unbeweglich, bisschen monoton, bisschen phlegmatisch und doch wunderbar zu genießen. Es plätschert wohlig wie eine Tasse Tee mit Honig in die Ohren und lullt ordentlich ein. Vielleicht nicht die erste LP, um in das Party-Wochenende zu starten, aber bestimmt das beste, um am Montagmorgen mit Amphetamin-Kater nach Hause zu kommen und sich unter den besagten Heizpilz zu legen. Cool?
Summer Shade und Digital Regress. Auf letzterem sind auch die beiden ersten EPs kürzlich auf Vinyl erschienen. Guten Start in die Woche wünsche ich euch.
Ein neues Album von Faze kann auch nicht über die steigende Scheißigkeit der Welt hinwegtäuschen, aber wenn man das laut genug macht, hört man vielleicht die schlechten Nachrichten aus allen Richtungen nicht mehr auf sich einprasseln und die Stimmen im Kopf werden übertönt, die Dir sagen, Du müsstest jetzt aber wirklich mal mit der Mistgabel vor die Tür und Dir einen Mob suchen.
Wie sieht es denn bei euch mit der Fitness aus in diesen Wochen? An den letzten warmen Tagen könnte man ja eigentlich noch einmal seinen dicken Hintern und den Hängebauch in die Sonne halten und dazu mit den Zehen wackeln, damit man nicht direkt beim ersten Husten umfällt, wenn der feuchtkalte Herbst kommt.
Habt ihr das gelesen, dass zum Release des neuen Kem Trail Albums so ein Typ aus Werbezecken in den USA einfach mal Tetris durchgespielt hat? Im Hintergrund lief zweieinhalb Stunden 8-Bit Musik aus der Blechdose und flinke Finger fegten über die NES Konsolenknöpfe. Marketing Deluxe.
Ich war gestern so müde vom stressigen Wochenende, dass mir mein Gehirn heute Nacht eine Portion "Jetzt fallen mir alle Zähne aus" mit "Zurück in die Schule, Du musst noch mal Deinen Abschluss machen" spendiert hat. Puh, war ich froh, als der Wecker gerade geklingelt hat und ich mich endlich wieder mit meinen schiefen Zähnen in den Berufsalltag knien durfte. Danke.
Ahh, Split Singles. Was für eine tolle Erfindung für die kleinen Möchtegern-Punker, die auf Konzerten verschwitzt in den Distro-Kisten der ortsansässigen Händler herumgrabbelten, um ein paar neue geile Bands kennenzulernen, ohne zu viel Kohle auszugeben. Also ich.
Na sowas, manche Synth Punk Garage Bands haben am Ende der Probestunde noch so viele tolle Demos und Outtakes übrig, die allesamt besser klingen als der meiste Kram, den ich auf meinem Keyboard im letzten Jahr zusammengeschraubt hab. Frustrierend.
Rock’n’Roll! Rowdy aus dem großen und weiten Texas sind die etwas räudigere Variation von Romero aus dem großen weiten Australien.
Bevor der Sommer komplett zu Grabe getragen ist und das Wetter mir nur noch ungemütlich matschigen Post Punk und gemütlich warme Marshmallows in die Gehörgänge drückt und meinen Geschmack verklebt, muss ich schnell noch eine Überdosis sonnigen Pop Punk in Schokolade dippen und durch die Pauken- und Trompetenröhrchen am Trommelfell vorbei in den Hippocampus schieben.