Ultra Lights – Pleasure’s All Yours LP

Poppiger Gitarren Garage Punk aus Georgia. Ultra Lights betreten die Bühne mit 11 schönen Stücken Zuckergebäck und werfen die akustischen Süßspeisen großzügig in die weit aufgerissenen Mäuler der gelangweilten Hörerschaft.

Falls ihr euch gerade im Internet radikalisieren wollt, dann fangt damit an. Aber bedenkt, dass Ultra Lights genauso Krebs machen wie diese schlimmen Black Death Kippen mit dem Totenkopf. Nur sind die Ultra Lights halt nicht so cool, ihr Luschen. Haha.

Chunklet Industries. Auf LP vor einem Monat erschienen. Digital aber auch gut und sogar besser fürs Klima, wenn man mal drüber nachdenkt, aber ich will euch nicht endgültig an die Terroristen mit Grashalm-Schwertern verlieren. OK.

OP ED – E.P.

Falls ihr mich sucht, ich bin im Kühlschrank. Kurze Pause. OP ED aus LA haben mit E.P. Bock auf Großbuchstaben und Garage Punk aus den 80er Melodienkisten, an denen sich auch schon Steve E. Nix bedient hatte.

Fast schon sleazy. Die musikgewordene Portion Brausepulver für deinen morgendlichen Kaffee. Waldmeister.

Heather The Jerk – Write A Letter

Falls ihr mich sucht, ich bin im Kühlschrank. Kurze Pause. Schreibt mir einen Brief mit Herzchen und Rosenduft.

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Wine Lips – TV Diner LP

Kleiner Vorgeschmack auf das neue Album von Wine Lips aus Toronto. Feiner Garage Punk mit viel Melodie auf den blau-roten Lippen und genug Krach im Abgang, um seinen Weißwein ohne Eiswürfel in die Blumen zu kippen. Ganz geil.

Ich pack die letzte Single hier noch rein, weil der Song auch auf der neuen LP drauf ist. Da habt ihr direkt zwei von 13 Liedern vorgehört, die eure Spendierlaune anregen sollten.

Kommt auf verschiedenen Farben auf Vinyl Ende August offiziell raus. Vielleicht springen die noch unverhofft auf den Get Lost Fest Zug auf, die sind eh Ende August in Deutschland unterwegs. Das wäre doch mal eine schöne Überraschung. OK.

The Sex Shoppe – S/T CS

Gibt es eigentlich so ordinäre Sex Shops noch? Das müssen dann auch echte Überzeugungstäter sein, die fernab von der Anonymität des Internets breitbeinig in den Laden schreiten und nach 5 Pfund Sexheften verlangen. Warum nicht.

Lo-Fi Garage Punk mit Cramps Geschmack. Keine Ahnung, welche Einstellung am Gitarrenverstärker da genutzt werden muss, um diesen typischen Sound zu kreieren, aber ich hoffe, sie heißt Cramps.

Einfach den Kippschalter um- und loslegen. Wirkt dann direkt sympathisch dilettantisch und punkish. Ab in den Sex Shoppe. Ganz geil.

Ragdoll Records. Auf Kassette erschienen. Soll auch bei Goodbye Boozy kommen – dann auf Vinyl? Hab ich noch nichts von gesehen. Wird wohl in der Schmuddel-Ecke aufbewahrt.

Basilisko – S/T LP

Dieses melodische Garage Punk Orgel Gedöns mit mehr Zucker als in einem durchschnittlichen Glas Nutella erlaubt ist, verklebt immer und immer wieder meine Ohren und mein schwarzes, verklumptes Herz. Gut, wenn es eh verklumpt ist, macht das ja nichts, könnte man meinen. Schiefes Bild irgendwie. Hm.

Das Duo Basilisko aus dem Basken- und Rioja-Land verbindet ja eigentlich eine Liebe zu düsteren Werken und die haben sich thematisch und musikalisch am Mittelalter zu orientieren versucht. Aber das höre ich nicht. Ich höre nur dideldadeltralala mit viel Hall auf den Gitarren. Klingt vielleicht in Spanien anders, das Mittelalter.

Auf jeden Fall höre ich bei der letzten Poison Ruïn mehr Kerkerrasseln und hier ist das eher doch charmantes Gedudel, aber wir hören ja alle unterschiedlich, ne? Lassen wir das. Schöne LP.

Flexidiscos. Erscheint heute offiziell auf blutrotem Vinyl, aber man könnte auch Rioja-Weinrot dazu sagen. Ich hab gerade den zweiten Teil von Harry Potter durch und vielleicht hat mich der Basilisk deswegen angesprochen. Also nicht angesprochen, ich kann ja kein Parsel. Ach, egal.

The Circulators – Pointless Games 7″

Garage Punk mit viel Geschepper. Die Circulators machen da weiter, wo sie selbst mit ihrem Debüt aufgehört haben und führen die Erfolgsgeschichte des Genres nach 1000 Jahren einfach immer weiter.

Zwei rotzige Songs mit ein bisschen Orgel drin und digital gibt es noch einen extra Bonus Track oben drauf. Schmeiß die Single auf den Grill und geh baden, mach BBQ mit Lederjacke und küss deine Freunde. Es ist Freitag.

Total Punk Records. Auf Single handgestempelt zu erwerben. Der Satz ergibt keinen Sinn. Viel Spaß.

Xray Xeroxx – Off With Their Heads (E.P.) 7″

Bei der Masse an Split Singles, die Off With Their Heads herausgebracht haben, dachte ich erst, dies wäre ein Versuch, sich wieder ins tagesaktuelle Punk Rock Geschäft ins Gespräch zu bringen, indem man auf eine Welle aufspringt und mit einem frischen Wind mitweht.

Der Wind mag nach Pups aus Los Angeles riechen, aber das ist der heiße Scheiß von heute. Sagt man. Kann man auch am Label erkennen oder einfach mal die Lieder hören. Die 4 neuen Songs von dem musikgewordenen fotokopierten Röntgenergebnis sind nämlich gut. Also so echt gut.

Lofi Garage Punk mit viel Melodie und kurz und knackig, da muss man nicht lange rumdödeln, das ist geiler Scheiß aus L.A.

Goodbye Boozy. Auf ein paar limitierten Singles erschienen und über Mail oder bei Band zu bestellen. Digital macht die Sammlung aber auch einiges her, immerhin schon die 7. Veröffentlichung. Ah, Bandname vergessen. Xray Xeroxx. OK. Was machen OWTH eigentlich?

Gull House – Punch Salad

Hat jemand Belgien gesagt? Eine neue schmackhafte Scheibe der neuen EP von den Garage Punkern aus Diest liegt auf dem Teller.

Gull House schicken sich an, Mitte Juni ihre dritte und letzte EP in dem Zyklus einer Trilogie der ersten zwei Jahre der Existenz einer Band herauszubringen und werfen uns dafür Leckerbissen in Form von liedgewordener Möwenscheiße als Appetizer vor die Füße. Der Song passt ganz gut in die Stimmung des kommenden Sommers, wenn man noch nicht genau weiß, ob man sich über die kommende Hitze freuen oder ärgern soll.

Scheiß auf Klima und ab in den Urlaubsflieger oder fahre ich mit dem Biodiesel-E-Roller in den Schwarzwald? Schwierig.

UhmYeahSure. Kommt auf 7″ raus, steht zwar nirgendwo, aber ergibt ja ansonsten in einer Trilogie nach 2 Singles keinen Sinn, ne? OK.

Six Pack – Demo

Sauberer Garage Punk mit zu viel Melodie aus dem muskelbepackten Bauch locker herausgeschossen. Oder aber: verspritzte Bierreste eines 6er Packs Leffe vom Boden der Garage aufgewischt und in ein 3 Song Demo ausgewrungen.

Schöne neue Lieder mit Mitraille Beteiligung. Bissl viel Hall auf dem Gesang für meinen Geschmack, aber in Belgien macht man das so, der Gesang muss ein bissl lauter scheppern, sonst hört man im Hintergrund die Fritteuse blubbern. Cool.

Fragt sich nur noch, auf was die Band sich bezieht – Bier, Bullen-Auto oder Bauch? Oder einfach nur an den Song von Black Flag angelehnt? Spannend. Egal.