The Smog – Speed Of Life 7″

Beginnen wir die kurze Woche mit dem elendigen "Vatertag" zur Erheiterung mit poppigen Klängen aus Osaka. Nein, nicht die lächerliche "All-Star-Opa" Band Osaka Popstar um Jerry Only, Dez Cadena, Marky Ramone und Ivan Julian. Nein. Nein.

Dort kommen zum Glück auch The Smog her und die haben kürzlich ihre neue Single veröffentlicht, um noch einmal den jungen Leuten ihre Herrschaft über den Garage Punk aufzuzeigen. Wieder einmal zwei Knaller, wie man es von der Band gewohnt ist, die es einfach nicht zu schaffen scheint, mal drei Songs am Stück zu spielen. Bin gespannt, wie die live so zurecht kommen. OK.

Trashiger Power Pop Garage Punk mit Melodie, Schraddel und Klirr. Toll.

Going Underground. Auf 7″ erschienen, aber nicht für euch erhältlich. Nur drei Tage buckeln, dann den Bierbauch mit den "Jungs" durch den Wald schieben – das schafft ihr kinderlosen Väter schon! Schöne Woche.

S.U.G.A.R. / Blowers – S/T 10″ + Tour

Ah, die gute alte 10″ Split, wer hat sie nicht. Wenn 6 Minuten pro Band einfach nicht ausreichen und 20 Minuten zu viel sind.

Auf ihrer Australien Tour letztes Jahr haben die Garage Glam Punk Rocker S.U.G.A.R. aus Berlin offensichtlich ein paar neue Freunde gefunden und diese leichtsinnigerweise direkt eingeladen, auch mal uns "up above" zu besuchen. Konnte ja niemand ahnen, dass die das ernst nehmen und direkt eine Tour buchen.
Und jetzt haben wir den Salat – die Garage Rotz Punk Band Blowers aus Naarm/Melbourne kommen angescheppert und verbringen gemeinsam mit ihren langhaarigen Freunden ein paar ungesunde Wochen auf Deutschlands Straßen und in den verschwitzten Clubs der Republik. Passenderweise haben die Bands zuvor noch ein paar frische Socken angezogen Songs aufgenommen und ebendiese 10″ Split veröffentlicht, damit man sich mental schon einmal auf die Shows einstellen kann.

Alles exklusiver Inhalt, inklusive eines Coversongs und ganz viel Limitierung. Geiler Scheiß von unten und oben und seitwärts ran.

Alien Snatch. In verschiedenen Farben erhältlich und auf 343 Stück limitiert. Beeilt euch, ich behalte meine. Live zu bestaunen ab dieser Woche hier:

Tourdaten

May. 21, 2025
BLOWERS & S.U.G.A.R. EUROPE TOUR 2025
Leipzig, Germany

May. 22, 2025
Blowers & S.U.G.A.R. Europe Tour 2025
Maschinerie
Dortmund, Germany

May. 23 – 24, 2025
BLOWERS & S.U.G.A.R. EUROPE TOUR 2025
PAARD
Den Haag, Netherlands

May. 23, 2025
BLOWERS & S.U.G.A.R. EUROPE TOUR 2025
Liège, Belgium

May. 24 – 25, 2025
BLOWERS & S.U.G.A.R. EUROPE TOUR 2025
Sneister Festival 2025
Den Haag, Netherlands

May. 25, 2025
BLOWERS EUROPE TOUR 2025
Menen, Belgium

May. 27, 2025
BLOWERS & S.U.G.A.R. EUROPE TOUR 2025
Karlsruhe, Germany

May. 28, 2025
BLOWERS & S.U.G.A.R. EUROPE TOUR 2025
Basel, Switzerland

May. 29, 2025
BLOWERS & S.U.G.A.R. EUROPE TOUR 2025
Köln, Germany

May. 30, 2025
BLOWERS & S.U.G.A.R. EUROPE TOUR 2025
Hafenklang
Hamburg, Germany

May. 31, 2025
BLOWERS & S.U.G.A.R. EUROPE TOUR 2025
Berlin, Germany

Hollywood Fuckheads – Totally Fucked 7″

Habt ihr das gesehen, dass Merz und Macron heimlich im Zugabteil eine Tüte Koks mit einem Caprisonne-Strohhalm weggezogen haben? Klingt anstrengend. Respekt, aber ich hätte mir auch nicht vorstellen können, dass eine mehrstündige Zugreise mit dem deutschen Kanzler ohne Drogen zu ertragen wäre.
Apropos. Die Hollywood Fuckheads haben eine neue Single am Start, die Ende der Woche offiziell erscheint und von der man schon einmal einen Song von einer alten Single hören kann, die auf 5″ vor 4 Jahren erschienen ist. Oder andersherum. Resteverwertung deluxe.

Schnoddriger Garage Punk mit Orgel ist schon seit 1000 Jahren eine der besten Musikformen und jede Reinkarnation davon bereichert unsere Welt um ein Stück Lärm. Macht mal Lärm.
Die Band kommt zwar nicht einmal aus den USA oder gar aus LA, aber das ist ja auch irgendwie egal. Geiler Scheiß.

Big Neck Records. Schön zu sehen, dass man offensichtlich auch den verantwortlichen Zeichner noch einmal aus dem Irrenhaus geholt hat, um ein weiteres Kunstwerk an geschmackvoller Filzstiftmalerei zu erschaffen. Das ist wohl Punk, wa?

Hoon – Speed And Fatigue LP

Und noch eine weitere Garage Punk Band aus Australien, die in die gleiche Kerbe haut, wie die ganzen anderen schnitzbegabten Kneipenrocker aus/von dem Land/Kontinent da unten.

Hoon aus Wollongong machen diesen Quatsch auch schon seit über 10 Jahren und haben in der Zeit eigentlich ünberall live gespielt, wo man sie lässt. Von großen Festivalbühnen bis zur Toilette auf der Autobahnraststätte ist alles mit dabei. Naja, außer der Toilette, aber fragt sie mal, die machen sicherlich überall Stopp.

Eingängiger Pub Rock Punk Schraddel, wie man es nicht anders erwartet und dennoch wird der Kram nicht langweilig oder eintönig – das ist einfach geiler Scheiß. Einen Song darf man jetzt schon mal, der Rest folgt dann Ende des Monats. Ziemlich gut.

Idiotape Records. In Europa von unseren Freunden aus Frankreich vertrieben, die auch schon das andere Album der Band hier herausgebracht haben. Im Juni kommen Hoon auf Tour, checkt schon mal eure Stadtparkklos, ob die genug Steckdosen haben.

Jacket Burner – Tonite 7″

Keine Ahnung, warum der junge Mann seine Jacke verbrennen will, die sieht doch für einen Punk Rocker noch recht adrett aus und hält noch 10-15 Jahre Minimum. Aber so sind sie, die jungen Leute. Mit ihrem Kopf in den Wolken und den Füßen auf dem Skateboard.

Mir solls recht sein, so entstanden hier von Jacket Burner vier neue lo-fi Trash Garage Punk Stücke, die wunderbar eingängig und poppig durch den Gehörgang wackeln, um dann irgendwo in der Hirnrinde neben dem Bubblegum Punk kleben zu bleiben. Das erinnert in Teilen an die Mark Vodka Group oder den Marvelous Mark, aber das kann man ja eigentlich auch schon am Cover erkennen. Cool.

Goodbye Boozy. Auf Single erschienen und auf Nachfrage auch zu erhalten. Oder unterstützt den Künstler auf seiner Seite für die digitale Version, sonst muss er irgendwann nackig rumlaufen.

The Gents / Klint – Split 7″

Hurra, eine neue Runde Split Single für alle. The Gents und Klint aus dem Norden kämpfen hier freundschaftlich um die Blutflecken auf dem Tanzboden und die Schweißtropfen an der Kellerdecke.

Gewohnt übderdreht, ausgeflippt und verrückter Synth Punk aus Haithabu/Schleswig von unserem Freund Klint trifft auf nihilistischen Rotz Garage Punk aus Hamburg von The Gents. Da ist es schwer zu entscheiden, welche Seite schmerzhafter ist und welcher Song der Soundtrack zur nächsten Bierdusche sein wird.

Wind und Wetter scheinen Punk Rock übers Meer zu schieben und an der Küste großzügig über die Anwohner auszukotzen, anders kann ich mir die hohe Dichte an Qualität nicht erklären. Geiler Scheiß.

Profi Tipp: Wenn ihr nicht in Italien einkaufen wollt, weil ihr verdammte Rassisten Pfennigfuchser seid, dann schaut doch mal bei den Bands vorbei…doitsches Porto.

Goodbye Boozy & Creepy Kid Records. Auf Vinyl Single gestern erschienen. Ich lege immer zwei gleichzeitig auf und freu mich aufs Get Lost Fest. Da werden die doch spielen, oder? ODER?
Danke, Freunde.

Shit Missile – S/T CS

Eine neue Kassette von den Kack Raketen aus Berlin ist im Anflug. Die vorherigen Veröffentlichungen sind unter anderem beim heiligen King Khan erschienen und auch gemixt worden und so hört sich die Band auch an.

Trashiger Garage Punk im ursprünglichsten Sinne. Für Freunde von den Oblivians ist die Shit Missile auf jeden Fall ein Lauscher wert. Passt hervorragend zum (Hunde)Kot-Tüten Weitwurf auf Wahlstände der gegnerischen Organisationen. Vorher anzünden nicht vergessen.

7 Songs in unter 11 Minuten runtergerotzt und weggespült. Geiler Scheiß. Haha.

River Trash Records. Das Label, das noch für jedes Release eine eigene Torte backt. Nicht nur für Fans von Durchfall und Diabetes ein echter Hingucker. Erschienen auf Kassette vor ein paar Tagen.

Loved Sexy And Depressed – True Heavy Metal

Willkommen zurück, ihr Rabauken. Es gibt keine guten oder schlechten Vorsätze für das Jahr 2025, nur ein paar alberne Witze und Punk Rock wie immer. Fangen wir also direkt mit den jungen Burschen aus Yakutsk an, die gerade ihr Debüt veröffentlicht haben und mit dem Charme einer Abi-Band aus den 90ern einfach so viel Garage Punk Krach in das Vierspurgerät gedrückt haben, dass man ein bisschen an M.O.T.O.’s Wall Of Phlegm erinnert wird.

Richtig toller lo-fi Punk mit viel Krach und Melodie aus den Herzen von heranwachsenden Sinnsuchern. Loved Sexy And Depressed – drückt eigentlich alles aus, was die Jugend ausmacht und das Cover versinnbildlicht obendrein mit der Collage den Übergang aus der Mickey Mouse Kindheit zur verdrogten und halbblinden Suche nach Annerkennung. Hat mir zumindest mein Kunst-Theraput so erklärt.

Schönes Ding.

юность севера. Ich glaub, erst einmal nur digital. Hab jetzt keinen albernen Witz gehabt, aber egal. Weitermachen.

Virvon Varvon – Four Bars Of Hate CS

Wieso kann man in Deutschland eigentlich ankündigen, mit seinem Trecker eine Kreuzung zu blockieren und erhält dafür politischen Einfluss, während man ohne Trecker, mit einer Tube Kleber und der gleichen Absicht in den Knast gesteckt wird?

Können wir nicht einfach das Fenster am Sonntagabend aufmachen, 5 Minuten klatschen und den Landwirten für ihre großartige Leistung und Arbeit danken und dann ist gut? Ist immerhin ganz schön kalt dann in der Stube. Naja.

London’s Virvon Varon haben ein neues Album aufgenommen und veröffentlichen das auch nächsten Monat. Das ist doch eine schöne Nachricht neben den ganzen deprimierenden Dingen zum Jahresstart. Auch beim zweiten Longplayer sind 8 Songs drauf, die irgendwo zwischen Garage und Post Punk mäandern und einfach nur zum Hausschuhe wackeln einladen. Wenn man fit genug ist, kann man dazu auch tanzen. Sehr schön.

Girlsville. Erstmal nur auf Kassette. Es bleiben Fragen. Warum kein Vinyl? Und warum erscheint das am 28. Februar ? – da weiß jemand nicht, dass wir ein Schaltjahr haben. Und sind es vier Kneipen in London, die permanent mit hasserfüllten Fußbalfans bestückt sind oder sind es vier Bar im Sinne von Druck? Oder sind die Black Flag "Bars" gemeint? Hm.

The Tensors – S/T

Großartige Garage Punk Band aus ähm, keine Ahnung. Generell finde ich über die Band nicht viel heraus. Aber glaubt man einer Quelle aus dem Internet, so haben sich die vier Bandkollegen während der Aufnahmen zu dem Album so dermaßen (selbst) verstümmelt, dass es ein Wunder ist, überhaupt noch die drei Tensöre lebendig bestaunen zu können.

Entweder eine schöne Geschichte zur Legendenbildung oder einfach nur Quatsch, weil man mal ein bisschen mehr Blut und Knochensplitter in den Promozetteln braucht. Liest sich auf jeden Fall recht abenteuerlich. Und ganz nebenbei ist die Musik hervorragend. Fans von Jay Reatard oder dergleichen sollten es mögen.

Der eine brach sich im Studio einen Arm in der Mitte durch und musst fortan die Gitarre rhythmisch gegen die Hand schlagen, um die Songs zu spielen. Der andere verlor ein Auge (!), weil ihm ein Mikroständer in den Kopf gebohrt wurde. Davon recht beeindruckt wollte ein weiteres Mitglied der Band nicht blöde dastehen und ließ sich mit sämtlichen Dingen beschmeißen, die man so im Studio herumliegen hat (Verzerrer, Fußmaschine, Gitarren…), bis er endlich auch bewusstlos in seinem Blut lag. Davon inspiriert holte sich dann der letzte im Bunde mit ein paar verschlissenen Kabeln eine Portion Prügel ab und ließ sich praktischerweise direkt mit ein paar Stromschlägen in den Schlaf wiegen.

Das Ergebnis kann man hier hören und auf dem Cover sehen. The Tensors! Ziemlich tolles Album.

Eat Em Up Records. Die muss ich mal live sehen. Mit genügend Abstand.