Könnt ihr euch noch an das Album "Music to Driveby" von Compton’s Most Wanted erinnern? Macht nichts.
Das hier ist "Music to fall asleep to while driving", obwohl Emil Friis das Album anders betitelt hat. Aber lasst euch nichts vormachen, das ist nicht nur einfach Musik zu 15 passenden Kurzfilmen – hier müsste ein Warnaufkleber drauf, analog zu dem "Parental Advisory" müsste da ein "Driving Instructor Advisory" kleben, damit man das nicht versehentlich auf der Fahrt ins Büro hört und auf einmal im entspannten Sekundenschlaf nach Frankreich gefahren ist.
Passt zum Wetterwechsel und der einsetzenden Trägheit der dunklen Jahreshälfte. Ist kein Punk Rock.
FatCat Records. Kommt auf LP heraus. An dem Verlauf des Projekts lässt euch der Künstler auf der Webseite teilhaben. Da könnt ihr auch die bewegten Bilder anschauen, bis euch die Augen zufallen.
Rhetoric of Trash. Der Trash Talk. Das Scheiße labern, um den Gegner zu verunsichern. Die psychologische Kriegsführung auf verbaler Art. Vertont auf dem Debütalbum der großartigen JJ & The A’s aus Kopenhagen.
Hab ich schon öfter erwähnt, dass ich ein großer Fan des Tony Molina bin. Wer keine Pop Musik mag, kann jetzt den Sender wechseln.
Wenn einem das melodische Hardcore Gewitter von Rat Cage aus Sheffield einfach nicht mehr in der morgendlichen Euphorie über den neuen Arbeitstag ausreicht, kann man sich jetzt die vier Jungs von Gefyr aus der Krachmacherstraße in Hudiksvall mit dazu holen und eine doppelte Portion akustischen Aggressionsabbau in die kochende Blutbahn fließen lassen.
Ein Prosit der Vergnüglichkeit auf unseren öffentlichen Personen- und Haustier-Nahverkehr!
Wenn man am Wochenende mal wieder ein bisschen mehr Zeit hat und sich lieber einem gitarrenlastigen Post Punk Experiment als dem halsbrecherischen Hardcore Geknüppel der Werktage widmen möchte, kommen The Big Idea aus Paris wie gerufen.
Bevor das hier in die poppige Belanglosigkeit abdriftet, reißen wir das Steuer mal geschwind herum und lenken den Karren in den Abgrund der Hardcore Monotonie.