Rhetoric of Trash. Der Trash Talk. Das Scheiße labern, um den Gegner zu verunsichern. Die psychologische Kriegsführung auf verbaler Art. Vertont auf dem Debütalbum der großartigen JJ & The A’s aus Kopenhagen.
Oder wo auch immer sich die umtriebigen Bandkollegen gerade herumtreiben. Zumindest für 12 Songs haben sie sich in den letzten Monaten mal in einem Studio zusammengefunden und ihre Lieblingsmelodien in Krachmatsch gepackt, mit Schepper gespickt und im Zucker gewälzt.
Das ist die beste Platte für einen Montagmorgen, wenn man noch nicht so genau weiß, ob der Nebel vor den Augen tatsächlich wetterbedingt oder ein Mitbringsel vom Wochenende ist. Sehr cool.
La Vida Es Un Mus. Auf LP, mit richtig vielen Minuten Spielzeit, am Freitag erschienen und auf grün oder schwarz zu bekommen. Wenn man Trash Talk ein bisschen googlelt, kommt man auf solch schöne Redewendungen wie "Geh scheißen Du bist an Meter neberm Kopf a no bleed. Des ko mei Oma besser." Ich muss mal mehr ins Stadion, scheint unterhaltsam zu sein.
Hab ich schon öfter erwähnt, dass ich ein großer Fan des Tony Molina bin. Wer keine Pop Musik mag, kann jetzt den Sender wechseln.
Wenn einem das melodische Hardcore Gewitter von Rat Cage aus Sheffield einfach nicht mehr in der morgendlichen Euphorie über den neuen Arbeitstag ausreicht, kann man sich jetzt die vier Jungs von Gefyr aus der Krachmacherstraße in Hudiksvall mit dazu holen und eine doppelte Portion akustischen Aggressionsabbau in die kochende Blutbahn fließen lassen.
Ein Prosit der Vergnüglichkeit auf unseren öffentlichen Personen- und Haustier-Nahverkehr!
Wenn man am Wochenende mal wieder ein bisschen mehr Zeit hat und sich lieber einem gitarrenlastigen Post Punk Experiment als dem halsbrecherischen Hardcore Geknüppel der Werktage widmen möchte, kommen The Big Idea aus Paris wie gerufen.
Bevor das hier in die poppige Belanglosigkeit abdriftet, reißen wir das Steuer mal geschwind herum und lenken den Karren in den Abgrund der Hardcore Monotonie.
Was sich bei uns wie das letzte Aufbäumen des Sommers anhört und anfühlt wie die musikalische Reminiszenz an heiße und unbeschwerte Strandtage oder Kioskabende oder Freibadnächte aus den letzten Monaten, ist im Heimatland der Band lediglich der Auftakt in die wärmere vorweihnachtliche Waldbrandsaison.