Rock’n’Roll! Rowdy aus dem großen und weiten Texas sind die etwas räudigere Variation von Romero aus dem großen weiten Australien.
Richtig tolle Melodien, großartige Sängerin, gerade genügend Knarzen aus den Verstärkern – kurz vor Fuzz, kurz nach verzerrt – und ordentlich schepperndes und klatschendes Schlagwerk. Super Platte von den Leuten, die man vielleicht aus Goldie Dawn oder den Hex Dispensers kennt.
Mit dem Namen werden sie auf den Straßen und in den Bars in ihrem Heimatstaat gewiss nur auf 12 Millionen gleichnamige Bands treffen, die von Country über Metal bis Electro-DJ jedes Genre bedienen. Vielleicht sollte man doch mal anfangen, diesen vermeintlich individuellen Bands einfach Nummern zu geben. Schaut euch Blink oder Sum an. Höhö.
8 Songs, Cover ist farblich mit der Jahreszeit abgestimmt und mit dieser wunderbar eingängigen Mischung aus Power Pop, Rock’n’Roll und Glam kann man wunderbar das Laub auf der Straße wegblasen. Cool.
Drunken Sailor. Rote und schwarze Platten im Angebot. Im Gegensatz zu Romero bringen Rowdy direkt ihre durchschnittliche LP heraus, um dann erst die Hit Single mit zwei sehr starken Songs zu veröffentlichen. Ha.
Bevor der Sommer komplett zu Grabe getragen ist und das Wetter mir nur noch ungemütlich matschigen Post Punk und gemütlich warme Marshmallows in die Gehörgänge drückt und meinen Geschmack verklebt, muss ich schnell noch eine Überdosis sonnigen Pop Punk in Schokolade dippen und durch die Pauken- und Trompetenröhrchen am Trommelfell vorbei in den Hippocampus schieben.
Unterkühlt und knitterfrei kommt der Berliner Synth Post Punk aus dem Atomschutzbunker heraufgeweht und vernebelt mit 40 Jahre alten Sounds und dem Duft von modriger Herzwärme die kühlen Nebelschwaden der Götterdammerung. Guten Morgen.
Na, werdet ihr nicht so recht wach und kommt nicht in die Puschen, weil es draußen den ganzen Tag dunkel ist und eure verklebte Seele immer schwerer wird und euch in den herbstlichen Depressionsschlund hinabzieht? Da kann man leider nichts machen und ich weiß keinen Rat.
Um das mal klarzustellen: ihr dürft eure Haustiere essen, wenn sie aus unerklärlichen Gründen einfach tot umfallen oder die Goldfische ertrinken oder der Wellensittich gegen die Wand fliegt. Ihr dürft den Kram nicht aufm Flohmarkt verkaufen, das geht nur mit allen (!) anderen Tieren, aber zuhause ist egal – schmeisst den Hamster auf den Grill.
Herbstlich, dunkel, unterkühlt und französisch. Eigentlich die beste Stimmung für ein Fass Rotwein am Vorabend des 3. Oktobers, den man nur in schwermütiger Weindepression ertragen kann. Vielleicht bin ich einfach nicht patriotisch genug oder umarme die neuen Bundesländer auf meinem Deutschland-Globus nicht häufig genug, aber ich hab das Gefühl, hier gibt es nicht viel zu feiern.
Deutscher Post Punk aus Leipzig mit Friesennerz im Rucksack. Da rumpelt nichts, die können ihre Instrumente bedienen und die Aufnahmen sind ebenso professionell und sauber abgemischt. Ist ja fast schon ein bisschen enttäuschend. So klingt das dann wohl, wenn richtige Musiker Punk Rock machen.
Wusstet Ihr, dass gestern der Internationale Tag gegen Lebensmittelverschwendung war? Also eigentlich heißt das Ungetüm ja International Day of Awareness of Food Loss and Waste of the Food and Agriculture Organization (FAO) of se Vereinten Nationen.
Wieso heißt es eigentlich im Sommer und an heißen Tagen "Hitzefrei", aber wenn man im Herbst zum Chef sagt, man möchte "sturmfrei" haben, guckt der einen nur blöde an?