Die beiden EPs zusammen auf einer schmucken Kassette, das ergibt Sinn und Spieldauer, die noch irgendwie zu rechtfertigen ist. Das Debüt von 2018 (Most of my friends died in space) und die neue EP von jetzt (Babagsak sila) – zusammen ergibt das 9 mal Hardcore Riffs mit Hardcore Geballer und einer Hardcore Sängerin, die ziemlich angepisst ist. Piper Maru kommen aus Toronto und was muss man sonst noch wissen?
Babagsak sila ist Tagalog, die Sprache auf den Philippinen, und bedeutet so viel wie "Ich geh mal eben Kippen holen und bin dann für immer weg, weil der Laden mich dermaßen ankotzt, dass ich keine weiteren 5 Minuten mit euch ertragen kann und lieber einsam auf der Welt umherwandere, als noch einen Moment hier in der Langeweile zu versauern." Also stark verdichtet.
Noise Merchant Records. Auf pink und blauen Kassetten erschienen und ausverkauft. Zu dumm. Funktioniert auch digital in der Playlist ganz gut, wenn man seine Performance im Großraumbüro auf ein neues Höchstniveau steigern will.
Krystian Quint hat inzwischen aus dem Projekt mit den Quitters eine richtige Band gemacht. Irgendwann vor 6 Jahren hatte er noch als Solokünstler Babysitter Musik gemacht, dann mit den Stools krachigen Blues Punk und nun ist ihm langweilig geworden und er hat sich 2 Leute von der Straße Detroits aufgesammelt, die ein bissle scheppern und zupfen können, um nicht immer zwischen den Instrumenten hin und herzulaufen.
Wie armselig kleinkariert muss man eigentlich sein, um mir einen Strafzettel zu geben, weil ich "falsch herum" auf dem Bürgersteig stehe. An einer Wohnstraße, versteht sich. Also mit dem Auto, versteht sich.
Wie werden Menschen eigentlich so empathielos und dumm, dass sie sich an dem Leid anderer Menschen erfreuen? Ich kann das noch nachempfinden, wenn es um Antipathien gegenüber Individuen geht, also der Nachbar von oben, der zu laut hustet, der hat natürlich den Tod verdient.