Spike – S/T LP

Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass das Festnetz die einzige Möglichkeit war, um aus dieser beschissenen Matrix rauszukommen? Egal, ob von Büro oder Telefonzelle, Zuhause oder irgendeinem anderen öffentlichen Telefon. Und wir schaffen nach und nach alle ab. Hilfe, ich muss hier raus. Die spinnen doch alle.

Zur Beruhigung ein bisschen Synth Pop. Weil ich das kann. Ich kann hier machen, was ich will. Spike ist der private Entspannungs-Ausgleich von Hannah McLoughlin, die ja bekanntermaßen eigentlich eine irische Feldhockeyspielerin ist. Oder ich bring was in dieser bekloppten Matrix durcheinander, keine Ahnung. Googelt doch selbst.

Gob Nation. Auf LP erschienen. Wo ist meine Medizin, ich brauche meine Medizin.

Lowmoon – Cathedral CS

Ihr dürft mir das nicht übel nehmen, ich bin mit Radio groß geworden und NDR2/FFN haben mich in meiner frühen Kindheit musikalisch sozialisiert, bevor ich ausbrechen und ein zotteliger Punk Rocker werden konnte.

Diese Synth Pop Träumereien sind also irgendwo tief in mir drin eingeschrieben und fest verankert. Keine Ahnung, ob man hier schon von einer Traumatisierung spricht, aber ich kann mich dem Sound selten widersetzen, und schon gar nicht, wenn er so gut gemacht ist, wie das Surrender oder Manuela Iwansson oder heute Lowmoon aus Yorkshire zelebrieren.

Der gute Mikey Wilson hat Zeit gefunden, neben seiner Terrier-Zucht und dem Pudding backen (!) auch noch ein bisschen Musik aufzunehmen. Wie schön. 9 Songs sind dabei herausgekommen und zwei davon kann man schon einmal hören. Eines davon sogar mit bildlicher Unterstützung in Form eines Musikvideos. Verrückt. Schönes Wochenende.

Safe Surburban Home Records. Erscheint passendwerweise kurz nach Ostern wie die Auferstehung aus den 80ern und 90ern auf Kassette. Hätten meine Eltern damals WDR laufen lassen, läge ich heute bestimmt auch in einer bunten Verkleidung quietschvergnügt und besoffen in Köln auf der Straße herum. So ein Ärger.