Simon Joyner – Tough Love LP

Der Singer Songwriter Simon Joyner fliegt angeblich seit über 30 Jahren unter dem Radar, was ihn entweder zu einem sehr unbeachteten oder einem sehr schlechten Musiker macht.

Ich mag das, erinnert mich an andere Schubladen wie Will Oldham, Gordon Gano oder ein Leonard Cohen und Lou Reed auf Valium. Genau das richtige Stück Klangkunst für den müden Dienstag, um die zu laute und zu dumme Umgebungsmusik ein wenig auszublenden oder zu übertönen. Schön.

Sophomore Lounge. Auf Doppel-LP erhältlich. Einen Komparativ von "unbeachtet" gibt es nicht, aber seit 30 Jahren nicht beachtet zu werden? Puh, klingt schon unbeachteter oder sogar am unbeachtetsten. Aber nicht bei uns, ne? Hier ist die schönste Bühne für die unbeachteten Loser der Welt. Gern geschehen.

Arbor Labor Union – Out To Pasture LP

Bissel Psychedelic Rock’n’Roll aus Atlanta am Montagmorgen, um in den kurzen Monat zu starten. Arbor Labor Union spielen ein fast schon zu rundes Album ein und plätschern anachronistisch irgendwie so im Hintergrund, bis man bemerkt, dass die ganze Zeit der Fuß unwillentlich mitgewippt und der Herzschlag sich an die beruhigenden 110 BPM angepasst hat. Ist das gesund?

Sophomore Lounge. Auf LP erschienen. Limitierte erste Pressung auf besonders hässlichem Vinyl erschienen. Langt zu.

Will Lawrence – Rooftops In The Centerfold LP

Aufgestanden, rausgeschaut und zurück ins Bett gewälzt Musik für den Tag ausgewählt.
Es kann immer in die eine oder in die andere Richtung gehen. Was machen wir? Hardcore oder EmogeheuleIndiePop? Heute so – Will Lawrence mit stimmungsvoller Begleitmusik zum Herbst.

Sophomore Lounge. Auf LP erschienen. Immerhin kein Winter.

Ryan Davis & The Roadhouse Band – Dancing On The Edge CD/CS

Nanu, da ist mir doch glatt Indie Rock in die Stube gepurzelt. Aber Ryan Davis & The Roadhouse Band ist auch einfach eine unglaublich entspannte Platte gelungen, die ich gerne nebenbei höre, wenn es irgendwelche simplen Tätigkeiten auszuüben gilt. So hab ich neulich schon meine Steuererklärung und den PISA Test gemacht.
Und da ich heute für die Kinder zweihundert Geschenke von der bekloppten Familie einpacken darf, läuft Dancing On The Edge in Schleife zum Rotwein- und Tesafilmverbrauch.

Leider ist ein physisches Format unendlich weit Porto entfernt und die digitale Version ist entweder ausverkauft (!) oder recht teuer (1000 Dollar). Interessantes Konzept. Vielleicht ist das diese künstliche Resourcenverknappung, von der ich in der VWL-Vorlesung gehört habe. Aber anspruchsvoller Gedanke, das bei digitalen Inhalten zu versuchen. Hat ja mit diesen komischen Affen und NFTs nicht so gut geklappt, ne? Naja.

Schöne Feiertage und seid nett zueinander. Bis bald!

ever/never records & Sophomore Lounge. Nehmt Ihr eigentlich so richtig buntes Papier für die Geschenke oder reichen da auch Wochenzeitungen und Prospekte und Steuerbesch…ah! Da ist der.