Eine kleine Zeitreise zurück in den Süden Kaliforniens der 80er oder vielleicht sogar späten 70er des 20. Jahrhunderts.
Das könnte man als Sehnsuchtsort bezeichnen, was die musikalische Kreativität und Attitüde einer jungen Generation angeht, wenn man mal die ganze Homophobie, den Sexismus und das Zurschaustellen der maskulinen Unsicherheit in Form von Gewaltexzessen ausblendet.
Die Musik war es ja, die uns heute noch mit leeren Versprechungen lockt und suggeriert, es gäbe so etwas wie Freiheit und Unbeschwertheit und ein intelligentes Rebellentum. Schließen wir also unsere Augen und lauschen den neuen Klängen der Socal’s Pasishioners, die sich anschicken in die Fußstapfen von solch Riesentretern wie den Descendents, Circle Jerks, T.S.O.L. oder Agent Orange zu schlüpfen.
Ich find, die machen das ausgezeichnet. Ist halt ein bisschen anachronistisch, aber damit passt es doch hervorragend in die heutige Zeit. Ganz geil.
Going Underground Records. Auf blau und schwarz. Und Vinyl. Mein Sehnsuchtsort ist der Kühlschrank meiner Oma vor 30 Jahren, als da immer eine große Käseplatte drin stand. Aber ich hab auch noch nicht gefrühstückt.