Aus beruflichen Gründen muss ich in die Hauptstadt. Ich bin nämlich wichtiger als ihr und rette die Welt.
In einem großen Haus setze ich mich mit anderen wichtigen Menschen zusammen und höre noch wichtigeren Menschen zu, wie sie die Welt erklären und dann geh ich in die selbige hinaus und predige die Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zu den unwichtigen Menschen (euch), die nicht zuhören. Wird super.
Ähnlich motivierend wirkt der passende Soundtrack für den Aufenthalt – ich habe mich für eines der beiden neuen Alben von Freschard & Stanley Brinks entschieden, das den passenden Titel trägt. Das ist alles irgendwie schön, aber auch ein bisschen deprimierend, versoffen und schrammelig und melancholisch. Passt also zu Berlin.
Zeitgleich mit dem Album Pole Fitness bereits im Mai erschienen und jetzt gibt es beide auf Vinyl bei Fika Recordings zu einem Doppelpack-Sparpreis. Aber Porto und Zoll. Digital eh viel besser auf der Reise zu genießen. OK.
Wie weit in den Norden muss ich eigentlich auswandern, um diesem Klimawandel zu entfliehen und erträgliche Temperaturen tags- und nachtsüber anzupeilen? Reicht Umeå da schon? Ich mein, das liegt ungefähr auf der Höhe von Fairbanks in Alaska und Reykjavik auf Island – kennt man beides nicht unbedingt als Glutnester.
Mögt Ihr eigentlich so Singer/Songwriter Kram? Rhetorische Frage. Denn, wie mein Kind gerade zu sagen pflegt: "Ist mir wurscht".
Sanft in den Urlaub gleiten. Ich hab Herbstferien, Freunde. Steven Adams begleitet mich in die Erkältungswelle und in die überfüllten Kinderarztpraxen und steht mit mir Schlange für ein Fläschchen Antibiotika in der Apotheke. Cool.