Jetzt hab ich die Hälfte meiner halbschlauen Leserschaft verloren, weil sie gestern Abend stumpf mit einer 3-D Brille aus dem letzten Kinobesuch in die Sonnenfinsternis gesehen haben, anstatt sich so eine sichere Alufolie vor die Augen zu kleben.
Muss ich wohl demnächst mal wieder was Gesprochenes machen oder gibt es inzwischen schon so KI und Browsererweiterungen, die sprachgesteuert sind und dir den Quatsch hier vorlesen und den Player an- und ausmachen können? Hm. Für die andere Hälfte kleb ich hier mal poppigen Indie Garage in das Poesiealbum.
Twin Bloom aus Oakland trällern entspannten Gitarren Pop in die Atmosphäre, dass es ihr eigentlich direkt 2 Grad kälter werden müsste. Erinnert mich manchmal an die Lost Balloons, aber vielleicht auch nur, weil hier die Klammer zu ihrem Song "Hey Summer" mit "Summer’s gone" hübsch geschlossen wird. Für Mixtape-Enthusiasten also eine Einladung …
Schön.
Dandy Boy Records. Auf 12″ erschienen und man hätte daraus auch eine hübsche 7″ machen können. So ne EP mit 33 1/3 Umdrehungen, die für "Extended Play" steht und 4 Lieder locker schaffen sollte. Aber was solls. Bei der nächsten Sonnenfinsternis bin ich in Rente, wenn alles nach Plan läuft.
Falls es euch ähnlich geht wie mir, und ihr keine schweren Metal- oder Sludge- oder Hardcore-Riffs bei der Hitze ertragen könnt, dann lasst euch an die Hand nehmen und lauscht den sanften, sonnigen und entspannten Klängen von Yea-Ming and The Rumours. Da kommt man nicht ins Schwitzen und braucht auch nicht alle 20 Minuten ein "Hydration Break", da nuckelt man genüsslich nebenbei an Eiswürfeln aus Gemüsebrühe und bliebt elektrolysiert.
Wasn hier eigentlich los mit dem Sommer, hm? "Wechselhaft" lautet da der Euphemismus der Wetterindustrie. Kalt und regnerisch ist ja nun nicht besonders abwechslungsreich, wenn es jeden Tag gemeinsam auftritt, oder?