Conspiracy Of Owls – S/T LP

Hin und wieder muss man auf seine Armbanduhr schauen, um sich zu vergewissern, dass wir im Jahr 2026 leben bei dieser ganzen anachronistischen Musik, die uns den ganzen Tag berieselt oder zuhagelt.

Das wird auch heute wieder bei Conspiracy of Owls aus Detroit deutlich, die irgendwie in den 60ern und 70ern der Power Pop Beach Boys Klonerei steckengeblieben sind.

Falls also jemand noch nicht alles aus dem Umfeld der hippiesken Surfbands aus den swinging Sixties ausgelutscht hat sowieso noch ein bissle psychedelische Drogenreste aufzubrauchen sind, dann sollte er sich dieses feine Werk auf den Plattenteller legen und in die ferne Wohlfühl-Vergangenheit entfliehen. Gut für den müden Montag.

Wild Honey Records. Auf ganz vielen LPs erschienen. Ich hab nicht mal eine Armbanduhr. Wer hat denn bitte Armbanduhren?

Wristwatch – II LP

Habt Ihr sowas wie eine Armbanduhr ums Handgelenk schlackern?

Warum?

Und wenn Henry Rollins meint, diese Band hier, Wristwatch, seien cool, hat der alte Mann natülich recht. Nach dem Debüt auf dem inzwischen verblichenen Label FDH Records erscheint nun das sogenannte zweite Album von den Synthie Punk Rockern bei Big Neck und No Coast Records im Juli. Und wenn Henry Rollins sagt, das sei eine coole Band, sind natürlich auch die limitierten LP-Versionen bereits vergriffen, obwohl man nur einen Song vorab hören darf. Erstaunlich. Glückwunsch!

Musikalisch geht die Ein-bis-Zwei-Mann-Produktion von Wristwatch in die Richtung von Ausmuteants und biegt bei Mind Spiders in die Richtung von irgendwelchen Projekten von Marco Palumo ab. Coole Band.

Die letzte Armbanduhr, die ich hatte, konnte nur die Uhrzeit anzeigen. Die hab ich natürlich dann weggeschmissen. Was für ein sinnloser Quatsch. Mit meiner neuen Smwartwatch hingegen fühle ich mich jetzt jeden Tag schlecht, weil ich nicht genug Schritte tu oder zur falschen Zeit kacken gehe. Yay Fortschritt.