Trenchcoat – S/T Demo

Ich war ja fast gewillt, die Tape Version von No Drama bei Brainwasher Records hier noch einmal zusätzlich reinzukleben, weil mich die E-Mail so erschrocken und erheitert hat.

Wenn man bei Bandcamp diversen Künstlern und Labels "folgt", erhält man natürlich Benachrichtigungen, wenn diese Bands und Labels etwas Neues veröffentlichen. Oder wenn sie etwas Neues zu verkaufen haben.

Oftmals wird dann in den E-Mail-Betreffs erwähnt, dass man vorher schon was anderes bei den Labels gekauft hat (Label XY who brought you XY). Jetzt hab ich also eine E-Mail erhalten mit dem Betreff "New from Brainwasher Records, who brought you Nightmares", was ich durchaus lustig fand.

Brüller, ich weiß. War halt nicht so viel los an Ostern, man muss nehmen, was man kriegt. Und sonst so? Inkognito-Krach aus Montreal. Trenchcoat als Übergangsjacke für die kurze Woche. Viel Spaß.

Ihr habt diesen Beitrag erhalten, weil ihr auch jeden anderen bekloppten Beitrag gelesen habt.

Microplastics – Demo 2024 CS

Zwei Jahre nach dem Aufnehmen dieser Songs erscheint das großartige Demo von Microplastics aus North Carolina. Mit Leuten von C.A.T.C.H.

Nachdem sich diese aufgelöst hatten, dödelten die gelangweilten Mitglieder ein bisschen herum und wollten was poppigeres machen, das so in die Protex, Nerves und Exploding Hearts Richtung geht und auf einmal waren 5 dieser eingängigen Power Pop Garage Punk Nummern fertig, als ein gewisser Mikey mit eingestiegen war.

Keine Ahnung, wer Mikey ist, aber jede Band braucht einen. Sehr schön.

Such Beautiful News. Auf Kassette erschienen, aber es gibt nur 25 Stück und dafür müsstet ihr das Label anschreiben. Erstaunlich, welche Informationen zutage treten, wenn man nach "Microplastics in North Carolina" sucht.

Girl Drink Drunks – Meal Deal 7″

Ahh, erfrischender Garage Punk aus Portland. Die vier Jungs von Girl Drink Drunks sind nicht mehr die jüngsten unter den Trinkern und haben gewiss genug Unsinn in diversen Proberäumen Portlands durchexerziert, um sich auf den eigentlichen Kern zu beschränken. Namentlich sind das unter anderem Jetpack, The Flip-Tops, The Minds, The Moneychangers, Four Letter Word, Kid Little, White Night, Stoner Cop, Hot Lz’s, Piss Test uvm.

Schrammeliger Punk Rock mit Rotz und Bier seit 2017. Ganz geil. Aber was sind eigentlich Girl Drinks? Kann man da was sagen, ohne direkt seinen Sexismus zu offenbaren? Männer trinken Whiskey, Mädels trinken Piña Colada? Hm. Laut Internet soll Espresso Martini auch ein Girl Drink sein. OK, dann zählt mich dazu, wo kann ich bei der Band unterschreiben und anfangen?

Hauseigenes Sonic Jett Records Label. Kommt auf orangenem und schwarzen 7″ Vinyl raus. Prostern?

The Pox – "All Together Now!" CS

Apropos Synth Punk. Hier eine Band aus Montréal, die sich nicht mit einem Keyboard oder Synthesizer begnügt, sondern den echten Scheiß spielt. Eine sogenannte Combo Orgel gibt dem düsteren Garage Punk Gerumpel von The Pox eine sehr nette Grusel-Note und hebt die Band ein bisschen von den restlichem Krach im Keller ab. Toll.

Vier Songs auf Kassette erschienen und erhältlich, "wenn live". Cool.

The Film Critics – 4 Songs From…

Nach den Oscars ist vor den Oscars. The Film Critcs haben immer was zu tun.
Sehr netter und sympathischer lofi Garage Punk mit etwas schräger Grundstimmung, wenn man gerade ohnehin emotionale oder körperliche Schieflage hat.

Erinnert mich ein bisschen an Zero Percent APR, aber das passt eigentlich gar nicht. Vielleicht ist da im Kopf doch ein bisschen mehr durcheinandergerüttelt worden. Also bei denen, ich bin ok.

Cooler Scheiß aus London in Kanada.

Wie viele Filme gab es eigentlich, aus denen Serien entstanden sind? Fargo fällt mir ein. Oder Terminator, ne? Ein paar Menschen behaupten auch Ash vs. Evil Dead sei eine gute Adaption. Aber kommt denn irgendeine Serie wirklich an den jeweiligen Film heran? Muss ich die Burschen mal fragen.

GAS-TRO-POD – In the ’26 Demo CS

Hardcore Punk aus der Garage. Gas-Tro-Pod, benannt nach Schnecken oder nach einem kulinarischen Podcast. Keine Ahnung, wo die herkommen und wo die hinwollen, aber auf dem Weg haben sie schlechte Laune. Ganz geil.

Slow Death Records. Das Cover lässt ein Schnecken-Theme vermuten. OK. Klingt ein bisschen gelangweilt der Sänger, oder?

Orsini – Ezin Atera CS/LP

Ich verstehe dieses Demokratie-Dings auch irgendwie nicht mehr. Da wählen Leute also mehrheitlich eine Partei, und diese Partei darf dann den Gott des Bundeslandes stellen, aber der kann mit seiner Partei nicht alleine regieren und soll deswegen alles so machen, wie eine andere Partei, die nicht gewählt wurde, um doch zu regieren. Hä?

Können wir das vielleicht einfach mal lassen? Wir sind da zu doof für.

Aus Spanien kommen seit dem 11. Februar viel nettere Klänge über die Pyrenäen geweht. Da geht es um die gleichen Probleme, die man auch hier so kennt (Gentrifizierung, Fußpilz, kalter Kaffee), aber in Bilbao gibt es wenigstens Siesta und Pintxos und Orsini. Letztere nicht in Form des Adelgeschlechts, das Italien rund 800 Jahre mit Päpsten und Kardinälen und anderen Hohlbirnen bombardiert hat, sondern in Form der vierköpfigen Band.

Und die macht ganz wunderbare Hafenpromenaden-Garage-Punk-Schweinereien mit Wave und No. Tolles Album – die nächsten Sommerhits, die man unbedenklich am Strand trällern kann.

Andalucía Über Alles hat die Kassetten gemacht, irgendein anderes Label die LPs, die man derzeit noch vorbstellen muss, denn der Kram erscheint erst nächste Woche auf den physischen Tonträgern. Digital bläst das schon schon seit dem 11. Februar durch alle Gassen.

Dres Code – Not From Texas CS

Ah, der Kaffee für die Ohren. Dres Code aus Tennessee ballern sympathischen lofi Garage Punk in die Tasse und erinnern mich dabei an eine entspanntere Version von Atari Teenage Riot.

Krach, Schrei, noch ein Schrei, ein anderer Schrei und alles verzerrt und darunter irgendwo Melodien, die aus den 80er Jahren Best-Of Hardcore-Riff-Buch abgeschrieben wurden. Geiler Scheiß.

Ragdoll Records. Auf 25 Kassetten erschienen. Wer davon nicht wach wird, sollte vielleicht mal zum Ohrenarzt. Oder nach dem Hören sowieso mal hingehen, ist ganz schön laut, kann nicht gesund sein.

Sexaphone – Lost Connections 2004-2025 CS

Vom "Board of Peace" zum Krieg in nur einem Monat – Respekt. Wo gibt es eigentlich diese Pillen, die man für Montag bis Sonntag einnehmen muss, um zu funktionieren? Ah, direkt hier… wir praktisch.

Lofi Garage Punk mit Drums und Gitarre aus der Vergangenheit Londons.

Sexaphone gab es eigentlich nur ein paar Jahre in den Nullern, also ziemlich genau vor 20 Jahren, und damals haben sie zwei Singles mit genau diesem dreckigen und vielleicht auch simplen Sound vor die Pubs gerotzt. Also zumindest simpler als der Kram von Black Time, bei denen sie beide ebenfalls ziemlichen Krach gemacht haben, aber ein bisschen bluesiger, rockiger.

Hier also die Zusammenfassung ihrer Schaffenskrisen aus den letzten 21 Jahren inklusive ein paar neuer Stücke, die extra für diese Veröffentlichung aus dem modrigen Keller gezogen und komplett neu eingespielt wurden. Roh und sympathisch dilettantisch – wunderbar.

Girlsville. Auf Kassette erschienen. 20 Songs für den Montag, gut dosiert gibt das genügend Schub für den ganzen Tag. Und mit Schub meine ich im Bett liegen bleiben, Sonne hin oder her.

Tacoblaster – Digital Fun-Zone LP

Tacoblaster aus Bordeaux haben jetzt schon den erfrischenden Sound für den heißen Sommer im Angebot. Oder andersrum.

Das klingt manchmal ein bisschen so, als hätten Sweet Reaper ein neues Fuzz Gerät Fußpedal in der Garage gefunden und hüpfen darauf fröhlich herum. Eine entspannte Mischung aus Pop Punk, Surf und Garage Rock wird da in 12 Songs auf dem Album geboten, die wie warmer Sand zwischen den Zehen durchrieselt.

Und dann im Zelt nervt, aber das hat man davon, wenn man so ein schiefes Bild aufmacht. OK.

Howlin' Banana Records. Auf LP erschienen. Das Cover ist auch vom Chef der Band entworfen und mit der Hilfe von Lucie Bedu umgesetzt worden. Aber eigentlich macht alles Tom Caussade. Auch die Interviews. Oh lala. Das ist Egg? Verdammt.