Lisa Beat And The Liars aus Ancona in Italien macht schon ne ganze Weile Beat Beat Beat und hat auch schon 3 Singles veröffentlicht, davon allerdings erst eine auf Englisch, um endlich im internationalen Musikbusiness aufzuschlagen und sich dem ignoranten internationalem Publikum zu öffnen, das kein Wort Italienisch spricht. Also mir. Danke!
Meinetwegen hätte es die sprachliche Wandlung nicht gebraucht und die hätten weiterhin den klangvollen Namen Lisa Beat E I Bugiardi behalten, lässigen Beat Pop der 60er abliefern und solch fantastische Videos drehen können wie zu La Decima Vittima. Herrlich.
Aber andererseits bin ich erst jetzt auf die Band gestoßen und das ist ja das allgemeine Ziel der Expansionspläne, also auch Danke. Zuckersüße Gitarrenmelodien, die im rostigen Herzen schmelzen und eine Bass/Schlagzeug-Kombo, die dicke und kleine Popos gleichermaßen zum Wackeln bringen. Es kann nicht immer nur Krawall sein, Freunde. Garage Pop? Tolle Single.
Chaputa! Records. Auf Vinyl Single letzte Woche erschienen und macht Bock auf Spätsommer im Planschbecken, mit einem Cockatilschirmchen gegen den Herbstregen gewappnet.
Eine junge Riot Grrl Band aus Sunderland mit dem schönen Namen Claudia. Woher der Name stammt, bleibt noch ein Geheimnis, aber es gibt ja genügend vorzeigbare Claudias in jüngerer Geschichte, nach denen man sich benennen könnte.
Momentchen mal. Ist das aktuell?
Also deswegen haben sich die Punk Rocker von Fan Club aus Seattle umbenannt. Das klingt auf der neuen 7″ tatsächlich nicht mehr so stark nach LYSOL, sondern eher nach einer straighten Hardcore Band. Weniger Garage und Kneipe, mehr Straße und Keller. Zum 10-jährigen Bestehen der Band einfach mal auf die Kacke hauen und gerade einmal die 5 Minuten-Marke mit den 5 Songs geschafft.
Kennt ihr Stadtkinder das eigentlich? So ein Silo, in dem tonnenweise Schüttgut herumliegt und das mit seiner stattlichen Bauart jedes Dorf verschönert und Platz für die örtlichen Graffitisprayer zum ersten Experimentieren bietet? Oder natürlich die unterirdischen Silos für unsere Militärkinder, die man mit Raketen statt mit Getreide oder Kies vollgeschüttet hat.
Könnt ihr euch noch an das Album "Music to Driveby" von Compton’s Most Wanted erinnern? Macht nichts.
Rhetoric of Trash. Der Trash Talk. Das Scheiße labern, um den Gegner zu verunsichern. Die psychologische Kriegsführung auf verbaler Art. Vertont auf dem Debütalbum der großartigen JJ & The A’s aus Kopenhagen.