Eigentlich ist das viel zu schön für Total Punk Records. Da kratzt ja gar nichts, da scheppert nichts und da lärmt es überhaupt nicht.
Ein poppiges Juwel namens Dumbells kommt da aus Sydney angerauscht und überzeugt mich direkt mit den ersten paar Tönen, die schon als musikalische Vorboten des unbeschwerten Sommers gelten können. Mit Leuten von Shrapnel, den Satanic Togas und Tee Vee Repairman ist die Band auch qualitativ gut ausgerüstet, um hauptberuflich Kaugummi in die Gehörgänge der Badeanstaltsbesucher zu drücken.
Auf dem Demo haben sie neben den poppigen Tönen auch ein paar schräge Dinge anklingen lassen, mal sehen, wie sich das komplette Album präsentieren wird – erst einmal nur zwei Songs online. Abwarten und Bubble Tea trinken. Oder ist das jetzt nicht mehr hip?
Prima Power Pop Garage.
Auf LP bei Total Punk Records und auf Kassette in der Schweiz bei Chrüsimüsi Records. Als Demo bei Warttman Records. Sehr schön.
Eingängiger Noise Rock? Verspielter Post Punk? Verliebt in die 90er? Welche Schublade soll es denn sein?
Mir ist beim Duschen
Ein bisschen schräger und softer Gitarren Pop von Sean Brook, dem Sänger der Band Brunch, die ich genauso wenig kenne. Egal.
Manchmal bin ich einfach sprachlos. Nicht wegen der Musik, die mich regelmäßig überflutet und sich wie heilsamer Balsam über die geschundene Seele legt, nein. Darüber rede ich ja andauernd. Vielmehr wegen der Scheißigkeit der Welt und der Geschwindigkeit, mit der einzelne Akteure in der Lage sind, diese auch noch zu erhöhen – deswegen fehlen mir manchmal die Worte.
Schöner Hardcore aus Oakland kommt hier unter den Hammer. Apropos. Der Typ von Blink 182 lässt sein Gemälde von Banksy bei Southerbys versteigern. Wenn ihr 6 Millionen Dollar habt, könnt ihr vielleicht per SMS mitsteigern.
Poppig, rockig, fast schon Beatsteaks. Aber die hatten ja auch ein paar gute Lieder, oder?
Dazu sagt man dann wohl bassgetriebener Garage Rock. Für Punk dauert das jedenfalls zu lang, dafür kann man hierzu aber besser mit dem Popo wackeln, wenn man da nicht die ganze Zeit draufsäße.
Manche Künstler müssen es den weniger talentierten Menschen um sie herum immer wieder unter die Nase reiben, wie viel besser sie doch sind. Natürlich meinen die Menschen das nicht so – Nein – das ist wie früher in der Schule, wo sich auch die Klassenbesten immer total verwundert über ihre tollen Zensuren gezeigt haben.
Valentinstag. Fucking Hell.