The Creeps – Beneath The Pines LP

The Creeps aus Ottawa in Kanada sind ja auf diesem Dings hier nicht unbekannt, ich hab da ein paar mal schon betont, dass die Band hervorragend ihre Stilrichtung zelebrieren kann, die jetzt schon seit fast zehn Jahren prototypisch für den kanadischen Export des poppigen Punk Rocks ist. Ich dachte eigentlich auch, dass sich die Band längst aufgelöst hatte, nachdem doch diverse andere Projekte rund um die Mitgleider in der Zwischenzeit entstanden waren. So zum Beispiel Black Tower, Crusades (RIP), Cheap Whine, usw.
Nun ist aber das neue und inzwischen dritte Album „Beneath the Pines“ auf dem Weg in die Plattenläden eures Vertrauens und man kann sich vorher schon einmal im Stream davon mitreißen lassen. Ich war beim ersten Hören etwas erstaunt, was ja eigentlich bei einer langlebigen Band ein gutes Zeichen ist. The Creeps haben sich offensichtlich weiterentwickelt und inzwischen ein wesentlich ausgefeilteres Songwriting als noch auf ihren 1-2-3-4 Punk Rock Nummern (höre ich da nicht sogar ein bisschen Orgel?). Man ist älter geworden und hat sich von den ganzen Nebenprojekten auch ein wenig was abgeschaut. So ist dann eine sehr coole (ruhige) Punk Rock Platte entstanden, die locker mit den alten Sachen mithalten kann. Insgesamt 11 fast neue Songs, einer davon wurde schon auf der Split 7″ mit No Marks verwurstet und zählt hier auf der Platte zu einem der schnelleren Stücke. Crusades ohne Metal? Vielleicht.
Das Album kommt Anfang Mai natürlich bei It’s Alive raus und kann dann ein paar Wochen später auch bei uns in Europa gewiss auf feinem Vinyl gekauft werden. Ansonsten eben im Stream.

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The Suck – EP

The Suck aus Harrisburg, Pennsylvania klingen für mich stark nach Bands wie Prince, Horror Section oder meinetwegen natürlich auch Ramones, aber ich wusste bis heute nicht, dass sowas auf einmal nicht mehr Pop Punk sondern Street Rock heißt.
Zumindest möchten die 5 Leute von The Suck dieses Attribut für sich in Anspruch nehmen. Mir solls recht sein, das sind allesamt alte Säcke und mit denen will man ja nicht streiten.

Eine sehr sympathische Single kommt da auf jeden Fall bei dem mir völlig unbekannten Label Route 13 Recordings heraus, auf der sich offensichtlich die Band nicht nur bei dem Song „Biff“ an Zurück in die Zukunft orientiert, sondern auch gleich das Cover aus einer Filmszene klaut. Cool.

Trifft alles meinen Geschmack, sehr geil und kurzweilig. Auch der Coversong, der nicht bei Bandcamp im Stream, sondern nur auf Vinyl veröffentlicht wird, sagt mir zu. Zwar wäre meine Wahl von „lights out“ eher auf die Version von den Angry Samoans gefallen, wenn man schon was mit dem Titel covert und alt genug ist, um den Song zu kennen, aber The Suck haben sich dann eben für den gleichnamigen Song von NECK entschieden. Kann man machen. Kann man hören. Kann man kaufen.

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Diners – Three LP

Wolltet ihr nicht auch schon immer wissen, wie sich freundliche Rock and Roll Pop Songs anhören? Nein? Dachte ich mir, ihr ignoranten Penner. Nicht immer gleich Desinteresse zeigen, auch mal über den Tellerrand und so, ne? Also hier, die DINERS aus Los Angeles machen nach eigener Aussage genau diese Art von Musik: friendly rock and roll pop songs.
Wenn ich das richtig verstehe, besteht die „Band“ eigentlich nur aus Tyler Broderick, der sich dann für die Umsetzung seiner Songs im Studio oder live ein paar talentierte Musiker/SängerInnen zusammensucht und dann eben gemeinsam mit denen gut abliefert.

Dies ist den Diners zumindest auf dem 2016er Album Three sehr gut gelungen. Ein bisschen Beatles, ein bisschen 70’s Pop, ein bisschen Klingklangplingplong und schon ist ein zauberhaft entspanntes Album fertig, das nicht gerade zum Rasen auf der Autobahn einlädt, sondern eher zum Cruisen mit offenen Fenstern. An der Küstenstraße. Mit Frau. Und Kippe.

Ursprünglich kommt die Band aus Phoenix, Arizona und dort ist wohl auch diese Musik gar nicht mal so unpopulär, wenn man sich zum Beispiel mal ROAR anhört, die auch von dort aus die Welt erobern. Auf jeden Fall ist das hier erwähnte Album Three schon 2 Jahre alt, damals auf Asian Man erschienen und wurde mir von Jeff Rosenstock empfohlen. Also ich hab gelesen, dass er die Band gut findet. Vielleicht überzeugt euch das ja mehr…ich finds super.

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Fashionism – 5 Singles

Fashionism aus Vancouver gibts schon ein bisschen länger, schließlich haben sie ja bereits 4 Singles auf 4 verschiedenen Labels rausgehauen (Dirt Cult, Zaxxon, Hosehead und Neon Taste). OK, die erste kam vor knapp 3 Jahren raus, also bin ich da vielleicht etwas vorschnell gewesen – Total junge Band hier…

Auf jeden Fall kann man den Power Pop Punk Rock’n’Roll von den vier Kanadiern zur Zeit richtig gut genießen, wo doch endlich mal die Sonne den verfickten Winter vertrieben hat. Nicht, dass die Musik im Regen oder bei Schnee schlechter wäre, aber man kennt das ja mit so sonnigen Platten, die einem die Stimmung direkt aufhellen.

Und die 4 Singles, die es jetzt bei Drunkensailor auf einer LP gesammelt zu kaufen gibt, zählen allemal zu diesen besonderen Releases.

Und nicht nur, dass der Drunkensailor die Compilation dieser zeitlosen (oder war es anachronistisch?) Band herausbringt, nein – er reiht sich in die lustige Reihe der zahlreichen Labels ein, die eine Single für Fashionism veröffentlichen. Cooler Scheiß.

Die Band kommt mit der neuen Single im Mai nach Europa auf Tour. Bislang sieht das alles etwas sehr nördlich aus, aber da kommen wohl noch ein paar Daten hinzu. Bestimmt UK und Island. Egal, ich schau mir Videos an.

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