The Whiffs – Take a Whiff! LP

The Whiffs aus Kansas City in Missouri sind vier junge Kerle, die sich dem Power Pop der zuckersüßen Sorte verschrieben haben, ohne dabei plump oder kitschig rüberzukommen. Das ist 1A tanzbarer Rock’n’Roll mit Punk Rock Attitüde verpackt in poppigen 2-3 Minuten Nummern.
Das Album ist bereits letztes Jahr auf Kassette bei High Dive Records erschienen und bekommt jetzt das verdiente Vinyl Release unter anderem bei dem besoffenen Matrosen aus Stoke. Anfang Mai kommt das dann wohl raus und ich freu mich drauf – außerdem nehmen The Whiffs gerade ihr neues Album auf und somit gibt es bereits in naher Zukunft Nachschub.
Sommer kann kommen, ich wäre dann soweit.

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Exhalants – Demo

Die Exhalants aus Austin, Texas sind 3 junge Kerle, die offensichtlich die 90er Jahre mit der Muttermilch aufgesogen haben und nun den ganzen musikalischen Mix aus Emo, Punk Rock und Noise dieses Jahrzehnts in ihr 5-Song Demo einfließen lassen. Das Tape ist letztes Jahr im Oktober erschienen und erinnert mich an verschiedene Bands, die ich vor 20 Jahren abgefeiert habe (uff, was für ein alter Furz ich doch bin).

Der erste Song „Unshut“ hat deutliche Rye Coalition Einflüsse, was man durchaus als Lob verstehen kann – die Band war schließlich bis zum Jahrtausendwechsel eine der geilsten Rockbands der 90er. „If only“ ist eine tolle Mischung aus dem alten Sound von Emo Bands wie Julia, Heroin, Indian Summer und Konsorten – auch hier eine Reminiszenz an vergangene Zeiten, als der Begriff Emo zwar auch schon scheiße war, aber immerhin noch gute Musik bezeichnete. Mit dem anschließenden Song „Ballot Regression“ gehts wieder in Richtung Punk Rock mit noisigem Einschlag à la Drive like Jehu?

Ach, hört es euch selbst an. Und wenn es euch gefällt, könnt ihr die Band anschreiben und eine bunte Kassette kaufen – dabei dürft ihr sogar (vielleicht) die Farbe aussuchen…

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Surfbort – Bored to Death 7″

Supercoole Single von Surfbort! Nein, die kommen nicht aus Kalifornien und nein, die klingen auch nicht so. Das ist eher so dreckiger Punk Rock mit Frauengesang, der vielleicht in Richtung Neighborhood Brats geht. Das schreibe ich aber auch eigentlich eher aus Ermangelung an besseren Vergleichen als dass mir eine ähnliche Band einfallen würde.

Ich bin halt auch kein Lexikon, ne? Glaubt mir einfach mal, dass die Band gut ist. Hier schaut mal…

Schon vor einem halben Jahr ist die aktuelle Single bei Hozac herausgekommen und ich brauchte auch erst den Artikel bei ackackack, um die 4 Knaller-Songs endlich mal zu hören. Nanu, ich war mal sowas von dicht am Zeitgeist und jetzt sowas. Demnächst dann hier die ausführliche Ankündigung und Besprechung von dieser Band „Ramones“, über die alle reden. Ach, komm…

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Hank Woods and the Hammerheads – s/t LP

Hank Wood and the Hammerheads sind die neue (alte) Rock’n’Roll-mit-Orgel-Offenbarung! Ich muss bei sowas immer sofort an Murder City Devils denken, aber das ist eigentlich totaler Quatsch, die Band jetzt hier mit den Jungs aus Seattle zu vergleichen. Egal, seit ich die Kommentarfunktion deaktiviert habe, kann ich hier sowieso schreiben, was ich will, ihr Penner.

Äh, ja. Die Band aus New York gibts schon seit ein paar Jahren, zumindest haben sie 2011 bereits ihre erste Single auf Toxic State veröffentlicht und sind mit kleineren Ausnahmen auch dem Label treu geblieben. So ist auch die aktuelle und kürzlich erschienene LP mit dem wohlklingenden Namen „Hank Wood and the Hammerheads“ bei eben jenem Label in den USA raus. Das Quartett ist schon ein bisschen rumgekommen und haben eine Australien Tour gespielt, obwohl sie ihren Bekanntheitsgrad nicht gerade in den sozialen Netzwerken selbst befeuern. Die haben nix dergleichen – außer der Bandcamp Seite hab ich nichts gefunden.

Reicht ja auch – super coole Punk Hardcore Rock’n’Roll Scheiße, die live wohl ziemlich eindrucksvoll ist. Kann man sich mal (auf Video – ohne Orgel) ansehen.

Die Platte kann man direkt beim Label bestellen und dann 1000 Dollar Porto bezahlen oder vielleicht noch ein bisschen warten und auf ein Euro-Release hoffen. Ich nehm eine.

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Bad Moves – Cool Generator

Bad Moves aus Washington D.C. sind 4 lustige Vögel, die bereits vor 2 Jahren ihre erste Single auf Nervous Nelly herausgebracht haben und mich damals spätestens mit dem Song „The Verge“ schon überzeugen konnten. Dann war aber erst mal Ruhe um die Band.
Jetzt kommt anscheinend bald ein Album, denn die Band hat auf ihrer Bandcamp Seite ein neues Lied zu der „neuen“ LP veröffentlicht, die aber wohl noch in Arbeit ist. Also quasi ein Appetithappen, oder wie man sowas nennt.
Ähnlich wie bei der Single erwartet euch hier Power Pop Punk Rock mit sich abwechselndem männlichen und weiblichen Gesang, tollen Melodien und schönen Texten. Sommer kann kommen.

Und hier noch die Single.

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Great Wight – The Suburbs have ruined my Life

Junge, Junge. Das Debüt Album von Great Wight ist ja mal großartig! Eine noch recht junge Band aus Brooklyn, die irgendwie so eine Mischung aus Punk und Emo spielt, den man musikalisch vielleicht mit den Solo Sachen von Jeff Rosenstock vergleichen kann. Könnte aber auch sein, dass mir das hier bloß wegen der geografischen Nähe der beiden Bands in den Kopf kam. Müsst ihr selber entscheiden.
Textlich unterscheidet sich das allerdings deutlich – Great Wight besteht zum (künstlerisch) großen Teil aus Erik Garlington, der die Songs und Texte über die letzten Jahre geschrieben hat. Und diese Texte sind eindrucksvoll, beschreiben sie doch einen schwarzen, schwulen und atheistischen jungen Kerl aus einer Militärfamilie während seiner Adoleszenz – im sogenannten Bible Belt der USA.
Diese tollen Texte sind jetzt endlich von dem talentierten Trio zu tollen Songs umgesetzt worden und nun für jedermann hörbar. Zwar bislang nur auf ollen Kassetten oder digital, aber vielleicht kommt da ja noch was auf Vinyl?

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Teenage Burritos – Something to cry about LP

Teenage Burritos kommen aus San Diego im sonnigen Kalifornien und klingen ungefähr auch so. Also nach jugendlichem Garage-Frohsinn, der teilweise in wilden Punk ausufert und übersteuerte Gitarren mit einem Surf-Einschlag in einer Teigrolle aus kreativer Dissonanz. Schon ziemlich cool.
Das männlich/weibliche Quartett hat sich bereits vor knapp 6 Jahren gegründet und bislang ein Tape bei Burger Records und eine 7″ bei Volar veröffentlicht. Konsequenterweise ist das neue Album jetzt bei beiden Labels gemeinsam erschienen.
Und ganz ehrlich, beim ersten Durchhören könnte man denken, es handelt sich hier um einen Sampler mit verschiedenen Garage, Punk und Surf Bands aus der Region. Mal quietscht es vergnügt verzerrt in hohem Tempo, mal ertönt locker fluffiger Tanzkram und dann kommt auf einmal ein langsames Beatles Cover (oder zumindest stark inspiriert von „Anna – Go to him“, das ja eigentlich auch bloß ein Cover war, aber das führt jetzt zu weit), nur, um daran anschließend auch mal Off-Beat und Synthesizer in den Mix der LP einzubauen. Find ich super.

Also lasst Euch von dem ersten Song nicht abschrecken. Oder freut euch nicht zu früh – je nachdem…

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Goodbye Blue Monday – The Sickness, The Shame EP

Die 4 Schotten aus Edinburgh von Goodbye Blue Monday sind ihres Zeichens Vertreter des Misery Punk und alleine deswegen schon verdientermaßen hier auf diesem Dings gelandet. Die EP „The Sickness, The Shame“ ist ganz frisch erschienen (24.02.) und auf 100 limitierten CDs veröffentlicht.

Sind auch nur 3 knackige Songs drauf, die allerdings musikalisch etwas über die düsteren Wahrheiten von bipolaren Störungen und Depressionen in den Texten hinweg täuschen, denn geboten wird hier astreiner Pop Punk. Irgendwo im Fahrwasser der poppigeren Dirtnap und It’s Alive Bands anzusiedeln, und der Song „Take your Pills“ könnte so (Text und Musik) auch auf einem Off with their Heads Album sein. Die „gefährlichsten Pop Punks aus Schottland“ gehen mit ihren Krankheiten, Ängsten und Sorgen auf jeden Fall gesund um und verstecken sich nicht, sondern teilen ihre Gedanken und Gefühle offensiv mit, was ja nur der richtige Weg sein kann.

Der Erlös der CDs geht dann auch noch an die Samaritans, eine Art Telefonseelsorge. Alles sehr sympathisch. Leider kein Vinyl, aber vielleicht möchte ja jemand hier das auf Platte veröffentlichen?

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