Rats Rest – Permanent Catastrophe EP

Mögt Ihr Leatherface? Ach, blöde Frage. Nachdem diese großartige Band aus Sunderland sich vor zwei Jahren entschlossen hat, erst einmal ihre aktive Karriere zu beenden, ist eine enorm große Lücke entstanden, die nun wieder gefüllt werden will. Letztens hatte ich ja schon über Stay Clean Jolene geschrieben, die sich momentan anschicken, das Zepter des britischen ReibeisenPunkRock zu übernehmen. Aber da diese angesprochene Lücke mindestens so groß ist wie der bekackte Grand Canyon, müssen da alle Bands herhalten, die sich auf dem gesamten Globus an dem Sound der Band rund um Frankie Stubbs versuchen.
Und zu diesem illustren Kreis dürfen sich auch Rats Rest aus Kansas City zählen, die demnächst (Februar) auf Erste Theke Tonträger ihre ‚Permanent Catastrophe‘ EP herausbringen werden. Das schicke Teil ist auf 300 Exemplare limitiert und die erste richtige Veröffentlichung der Band nach dem Demo aus dem Jahr 2013. Wie gesagt, raue Stimme, tolle Gitarrenmelodien, fetter Bass, Mid-Tempo Drums und deprimierende Texte machen die 7″ zu einem Release, auf das man sich schon jetzt bereits freuen kann. Überzeugt Euch doch selbst.

Bodensätze #3 – Punk Rock Podcast

IMG_0283Also eigentlich sollte das Ding ja ‚Best of‚ heißen, aber irgendwie sind da auch noch andere Sachen in den Podcast reingerutscht und daher nennen wir das mal ‚Geschichten aus 2014‚. Oli und ich haben uns zum Ende von 2014 noch einmal zusammengesetzt und über ganz viel Punk Rock und anderen musikrelevanten Unsinn gequatscht. Da wir es das letztes Mal ein bisschen übertrieben hatten mit dem Labern, wird es bei diesem dritten Podcast deutlich besser (Less Talk, More Rock und so..)!?
Es erwarten Euch auf jeden mehr als 3 Stunden quietschvergnügte Unterhaltung mit mehr als 30 Songs, die alle zu dem interessantesten Kram aus dem vergangenen Jahr zählen! Perfekt für die Feiertage, wenn Omma Euch nervt. Oder so. Hier der Link zum Download – unten der Stream.
Außerdem hab ich selbstverständlich absichtlich ein paar Fehler in die äh, Moderation eingebaut, um Euch zu testen. Wenn Ihr die falschen Fakten bemerkt, könnt Ihr das in die Kommentare schreiben und an der Verlosung teilnehmen. Und wenn Ihr Interesse an der Playlist habt, müsst Ihr das ebenfalls in die Kommentare schreiben und ich schick die Euch dann per Mail.

Tschüss, 2014! Eure Bodensätze.

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California X – 2 Songs vom neuen Album!

Ich erinnere mich noch an das Frühjahr 2013, als die großartige Debüt LP von California X auf Don Giovanni erschien und ich ganz verwundert feststellen musste, dass sich wirklich alles an gitarrenlastiger Musik irgendwann einmal wiederholt. Keine Ahnung, ob es da ne bestimmte Regel gibt, die man von irgendeinem Zyklus ableiten kann. Wäre mal interessant zu wissen, ob sich dann auch so Sachen wie der allseits ungeliebte Emo wiederholen wird oder ob sich Menschen tatsächlich wieder für so einen Kram wie Crossover oder Rapmetal begeistern können. Obwohl, Teile des Judgment Night Samplers waren eigentlich ganz geil. Ach, ich schweife ab.

California X aus Amherst, Massachusetts sind in den letzten Jahren bekannt geworden für ihre poppige Mischung aus 90er Jahre Grunge, Garage Punk der 80er und einer großen Palette Rockmusik der 70er. Also eigentlich vermengen die 4 Burschen schon alleine einige Genres der Vergangenheit zu einem aktuellen/neuen/modernen Brei, der sich dann auch noch ziemlich nobel anhört. Jetzt werden sie im Januar ihr zweites Album nachlegen und man kann schon einmal zwei Songs davon vorab hören. Naja, was soll ich sagen? Geht in die oben beschriebene Richtung, vielleicht ein bisschen mehr Weezer und Pop? Vielleicht noch nein bisschen mehr Fuzz? Auf jeden Fall klingen die beiden Lieder vielversprechend für all diejenigen Leute unter Euch, die sich mit Begeisterung das erste Album der Jungs angehört haben. Also ich.

‚Nights In The Dark‘ kommt offiziell am 13. Januar wieder auf Don Giovanni heraus und man kann sich die LP schon hier auf farbigem Vinyl und im Gatefold vorbestellen (limitiert auf 300).

Wanduhren aus alten LPs

Schick, was der Greg Durt da aus alten Schallplatten so macht. Das ist auf jeden Fall kreativer und höchstwahrscheinlich auch ein wenig aufwendiger, als eine alte LP in den Ofen zu legen, um dann ne Obstschale daraus zu biegen. Hier nimmt sich der geschickte Mann einen Laser zur Hand und schneidet alles weg, was nicht zum Bild gehören soll, um dann ne Uhr daraus zu machen. Naja, ob das Handarbeit ist, weiß ich gar nicht, aber die Ergebnisse sind doch recht hübsch, oder? Für 32€ könnt Ihr Euch die Dinger in seinem Shop ‚The Vinyl Eaters‚ kaufen.
Er macht das im übrigen aus alten und zerkratzten LPs, also keine Sorge, dass irgendwelche tollen Scheiben verschwendet werden, wie die Beschreibung der Artikel auf der Etsy-Seite betont. Ach ja, die automatische Übersetzung des englischen Textes sollten sie vielleicht noch einmal kontrollieren..?

Dank unserer Leidenschaft zur Musik geben wir ein neues Leben für gebrauchte und vergessene Vinyl-Schallplatten, machen wir ihnen funktionale, schöne und große aussehende Teil Ihrer Einrichtung.

Auf jeden Fall dürfte hier für jeden Nerd/Geek/Deppen was dabei sein. Von TV-Serien & Filmen (Simpsons, Walking Dead, Dr. Who, Iron Man) über Bands (Gorillaz, Pink Floyd) bis hin zu Städten und Zombies schneidet der Typ wohl so ziemlich alles aus dem alten Vinyl, was das Herz begehrt. Solltet Ihr allerdings eine der Uhren zu Weihnachten verschenken wollen, hab ich das zu spät gepostet. Die kommen nämlich erst nächstes Jahr an.

Shiping alle Pakete über internationale Priorität gesendet werden Registrierte Luftpost aus Polen. Das Paket wird im Januar 2015 geliefert. Lieferzeit hängt das Ziel.

Bodensätze #2 – Punk Rock Podcast

OK, hier ist die zweite Ausgabe von unserem genialen Punk Rock Podcast namens Bodensätze. Erstaunlicherweise hat das doch schneller geklappt als erwartet, dass Oli und ich uns nochmal einen Abend zusammensetzen und ein paar Stunden mit Kabeln und Mikro und Laptop und Plattenspieler kämpfen.
Das Ergebnis ist eine 120-minütige Dummschwätzerei über Kanada und Schnee, Adventskalender und Bier, Pop Punk und Compilations! Gelegentlich haben wir auch feine Musik gespielt. Noch sind wir technisch nicht so perfekt und irgendwie hört man das auch zwischendurch, aber so ist das halt mit DIY, ne?


Außerdem haben wir festgestellt, dass uns dieser Unsinn Spaß macht und ich kann schon mal eine Best of 2014 Sendung androhen. Also nicht Best of Bodensätze, sondern Best of 2014er Punk Rock Geschichten/Musik/Filme etc. Bis dahin…

Stay Clean Jolene – S/T

Neulich hatte ich noch eine nette Unterhaltung über den Einfluss des Wetters und/oder der Jahreszeit auf die Musik, die man grad gerne hört. Ich habe mich dann im Laufe des Gesprächs mit mir darauf geeinigt, dass so poppige und leichte Sachen ganz automatisch mit Frühling und Sommer in Verbindung gebracht werden und der ganze verkopfte, schwere und rauere Sound zu dieser dunklen, trüben und kälteren Jahreszeit passt. Das ist ja keine sensationelle neue Erkenntnis, aber man kann schon mal festhalten, dass manche Platten wunderbar zu einem bestimmten Zeitpunkt des Jahres passen und sonst vielleicht gar nicht hörbar sind. Wie zum Beispiel Weihnachtssampler, aber das hatten wir ja grad erst.
Nein, ich meine so einen Kram, wie Stay Clean Jolene aus Manchester machen. Mit Leuten von u.a. Great St. Louis machen die 4 Jungs diesen englischen Kram, der immer an Leatherface erinnert. Ist irgendwie unfair, kratzige Stimmen stets direkt mit den genialen Leatherface zu vergleichen, aber es passt hier halt auch musikalisch. Gleich fünf verschiedene Labels haben die Platte veröffentlicht, in Europa ist wahrscheinlich Drunken Sailor der beste Ansprechpartner, falls Ihr ein Exemplar kaufen möchtet.
Vielleicht verbinde auch nur ich diesen typischen Gitarrensound mit regnerischem Wetter und dunklen Tagen und das Gelaber von Jahreszeit und Nebel, Schnee, Regen und wolkenverhangenem Himmel ist totaler Quatsch. Aber wenn ich Ahnung von Musik hätte, würde ich sagen, dass auf dem neuen Album von Stay Clean Jolene fast alle Songs in Moll gespielt werden, das ja auch irgendwie eine melancholischere Stimmung verbreitet. Und das ist ja dann auch ne Gemütslage, die eher in den Monaten des Jahres zu verorten ist, die weniger Sonnenstunden haben. Naja, ist ja auch wurst. Ich find die 10 Songs auf dem Album auf jeden Fall derzeit richtig gut und das muss erst einmal reichen.

Wenn Euch die Lieder ans Surfen erinnern oder an Eure beste Runde Minigolf im August letzten Jahres, dann ist das halt so und ich habe Unsinn geschwafelt. Who cares?

Pfui Weihnachten.

Es ist ja wieder die Zeit, ne? Advent. Zeit für Weihnachtsmarkt. Zeit für Weihnachtsfeiern und unentrinnbarer Weihnachtsdekorationen in den Vor- und Innenstädten (und Hipstern?). In einem gut funktionierenden kapitalistischen System gibts wohl so ziemlich alles zum ‚Fest‘, was eigentlich gar nichts damit zu tun hat. Aber da stehen wir locker drüber. Wir lassen nichts unversucht, jeden Scheiß mit der Vorsilbe Weihnachts- zu versehen, um damit irgendwelche Vollidioten davon zu überzeugen, diesen Dreck auch zu kaufen. Es gibt alles. Pullover, Mützen, Schals (alles natürlich auch für Hunde & Katzen), Bücher, Kekse, Gänse, Punsch. Bäume, Kränze, Girlanden, Schmuck, Süßigkeiten, Geschirr, Bücher, Filme und Musik.
Ich muss mich gar nicht über die peinlichen Sachen auslassen, die Bands sonst so rund um Weihnachten machen, da reicht es schon, sich einmal mit der bekloppten Musik auseinanderzusetzen. Und die Liste ist da selbst im Bereich Punk Rock gar nicht mal kurz. Angefangen bei den beschissenen Samplern (exemplarisch verlinkt, da gibts wesentlich mehr), die sich anscheinend einigermaßen gut verkaufen, sonst würden die ja nicht dauernd neue Versionen davon auf den Markt kotzen. Weiter über die ‚alten Bands‚, die sich vielleicht noch mal ins Gedächtnis der jungen Generation rufen wollen und es eigentlich besser wissen müssten, bis zu den relativ jungen Künstlern, die anscheinend auch mit beiden Augen auf die Kohle schielen, die man mit diesem anbiedernden Scheiß machen kann.
So richtig blöd wird das für mich allerdings auch erst dann, wenn bei diesem Unsinn Bands mitmachen, die ich eigentlich ansonsten sehr gerne mag. Dass man Blink 182, Bad Religion, Me First and the Gimme Gimmes und so anderen Quatsch mit dieser Marktstrategie verbindet, sollte ja weiter nicht weiter verwundern, aber Yesterday’s Ring? Diese sympathischen Folk Punker aus Montréal? Die haben auch vor ein paar Jahren schon ein komplettes Weihnachtsalbum mit Coversongs aufgenommen und bislang war mir das noch gar nicht bekannt gewesen. Jetzt wird das aber auf Bandcamp gestreamt und das ist schrecklich. Ach, was rege ich mich auf. Hier, das poste ich jetzt jedes Jahr, bis ich selber Kinder habe, mit denen ich dann gerne Weihnachten feiere, oder so.

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Voight-Kampff – Last House on the Right

Unsere alten Bekannten von Voight-Kampff sind zurück mit einem frühen Weihnachtsgeschenk. Das ist nett, ich hatte mich schon gewundert, wieso die Penner sich nicht mehr melden. Nach ihrer großartigen LP, die im Sommer hierzulande bei P.Trash erschienen war, kommt endlich neues Material der Band aus zwei unterschiedlichen US-Staaten. Die neue Single von Voight-Kampff wird demnächst in den USA wie gewohnt bei Deranged rauskommen und irgendwann nächstes Jahr dann auch bei uns irgendwo. Bis dahin kann man sich immerhin schon einmal 50% der neuen Veröffentlichung hier anhören.
Last House On The Right ist ein wunderbarer Post Punk Wave Song, wie man das schon von der besagten LP kennt. Passt zum Winter.

Highway Cross!

Da passt man mal ne kurze Zeit nicht auf und liest nicht alle 32643 Blogs über Musik und schon hat man ne tolle Band verpasst. So ist das im Leben, ne? Haben ja schon unsere englischen Gasteltern damals immer gesagt: You snooze – you lose!
Naja, das ist ja kein Wettbewerb hier und dass ich hin und wieder auch mal Bands vorstelle, die grad nicht ihre erste Single rausbringen, ist ja auch kein Geheimnis. Also bitte.

Die Rede ist von Highway Cross. Auch so ne Band, bei der man aufgrund ihres Namens lustige Ergebnisse bei einer Websuche erhält. Manche Menschen scheinen echt fasziniert von Autobahnkreuzen zu sein, falls das überhaupt die korrekte Übersetzung ist. Auf jeden Fall sind manche Bandnamen heute wohl so vielsagend und bedeutungsschwanger wie diese Portion Schweinewürfel. Man braucht halt einen Namen. Fertig. Wo war ich?

Ach ja, Highway Cross kommen aus Arlinton, Virginia und machen schon seit ca. 3 Jahren krachigen Punk Rock mit ner fetten Prise Melodie und einem Schuss Cloak/Dagger und ner Prise Haram.  Das sollte auch nicht weiter verwunderlich sein, denn die Band setzt sich zum Teil aus Leuten dieser beiden recht unterschiedlichen Gruppen zusammen. Und dann kommt da eben sowas bei raus.

Ziemlich gut, ne? Ihre erste Single haben die 4 Jungs im Jahr 2011 selbst veröffentlicht und dann anscheinend ihre Liebe für das kleine Medium entdeckt, denn im letzten Jahr kam dann bereits die zweite 7″ bei Toxic Pop Records raus und man konnte da schon hören, dass sich die Band in kleinen Schritten Richtung Drive like Jehu und den Obits nähert.

Und jetzt kommt also die dritte Single via Cricket Cemetery. Und es geht so gut weiter wie bisher. Die Band mag ich. Könnt Ihr mir zu Weihnachten schenken. Also Tonträger von denen, meine ich.

Als Bonus gibts noch ein Video von dem Song ‚Open Eyes‘ der aktuellen Single oben drauf. Ob die Leute von der Band wirklich so hässlich sind, dass man deren Gesichter nicht (ganz) zeigen kann? Hm.

Bodensätze – Punk Rock Podcast!

IMG_0118Einige Leser werden wohl schon mitbekommen haben, dass ich früher mal mit Oli zusammen eine Punk Rock Sendung (Mittelfingerkolleg) im hiesigen Hochschulradio moderiert habe. Und wie das so mit Hochschulradios ist, man darf da eigentlich alles machen, worauf man Bock hat, solange man noch als ordentlicher Student (haha) eingeschrieben ist. Irgendwann sind wir aber dann tatsächlich mal mit unserem Studium fertig geworden und somit war das Ende dieser fantastischen Show unvermeidbar. Das ist jetzt auch schon ein paar Jährchen her und seitdem haben wir kontinuierlich (spätestens nach dem 3. Bier) über eine Fortsetzung laut nachgedacht. Das sind dann immer diese Gespräche, in denen man die brillante Idee hat, eine Band zu gründen oder eine Kneipe aufzumachen. Oder einen Podcast zu machen. Kann ja nicht so schwierig sein.
Und jetzt haben wir das tatsächlich geschafft, uns mal für einen langen Abend zusammenzusetzen und mit der Technik zu kämpfen und uns bei Zigaretten und Platten und Bier über Punk Rock zu unterhalten. Das Ergebnis davon könnt Ihr hier jetzt hören oder Euch einfach runterladen. Auf jeden Fall ist das sowas von DIY, das ist schon fast stümperhaft. Aber wir hatten Spaß und machen das sogar demnächst nochmal.


In dieser ersten Episode gehts um ein paar Sachen, die ich auch schon auf dem Dings hier thematisiert hatte, wie zum Beispiel die Seite DC-85 oder das Rerelease von Off with their Heads‚ erster Single oder die neue Band vom Karate Sänger Geoff Farina und so weiter. Außerdem labern wir stumpfes Zeug über andere Bands und spielen ganz viel Musik. Wenn das kein sensationelles Konzept ist! Vielleicht kommt irgendwann auch ne eigene Seite zu dem Podcast, vielleicht machen wir auch mal ne Playlist, mal sehen.