Black Tower!

Aus Ottawa in Kanada kommen ja viele tolle Bands, die ich hier auch schon des öfteren auf dem Blog thematisiert habe. Unter anderem stammen die herausragenden Vertreter des poppigen Punk Rocks The Creeps, Crusades und The Visitors aus der Hauptstadt Kanadas. Doch die Kerle aus diesen Bands machen nicht nur Pop Punk, sondern jetzt auch Metal!
Warum auch nicht, könnte man sich fragen, denn das letzte Album von Crusades hatte ja schließlich schon deutliche Anleihen aus diesem haarigen Musikstil. Warum also nicht ein paar Freunde aus der Nachbarschaft zusammentrommeln und seine Leidenschaft für NWOBHM/1st and 2nd wave Black Metal-influenced heavy metal/punk rock ausleben? So beschreiben Black Tower zumindest ihre Musik.
Das Trio, das sich tatsächlich aus Bandmitgliedern von den Creeps, Visitors und Crusades zusammensetzt, hat letztes Jahr schon ihr Demo veröffentlicht (auf Tape angeblich bei Cut that Cord zu bekommen), auf der Ottawa Explosion live gespielt (Video) und bastelt seitdem an einem kompletten Album, das jetzt bald fertig zu sein scheint. Hier kann man schon mal ein paar Fortschritte sehen/hören, die sie auf ihrer Facebook Seite gepostet haben.



Das Demo gibts ebenfalls hier zu hören, damit die Vorfreude auf das Album noch größer wird. Das soll The Secret Fire heißen und am 01. Januar 2015 erscheinen. Verbleibt noch genügend Zeit, das Metalgesicht und das Posen zu üben.

Animierte LP Cover (Part II)

OK, die Idee ist nicht mehr ganz neu, irgendwelche mehr oder weniger bekannten Album Cover in animierte Kunst zu verwandeln, aber ich hab bis heute noch nicht so coole Sachen gesehen, wie es ein gewisser JB auf seiner Seite umgesetzt hat. Wahrscheinlich liegt das zum Großteil daran, dass Platten von Bands wie Bad Religion, Nofx, Rancid und No Use for a Name da verwurstet werden, die ich irgendwann mal selber gehört habe.

Außerdem nimmt der gute Mann auch Wünsche von Covern entgegen, die man mal animiert sehen möchte. Da müsste dann mal was von Slayer kommen. Obwohl, das Cannibal Corpse Ding ist schon eklig genug (nach dem Klick)…Schaut Euch da mal um – das lohnt sich!
Ein paar größere Bilder gibts nach dem Sprung, sonst blinkt mir das hier auf der Seite zu viel. Weiterlesen

The Moms – Buy American

Das für Juli angekündigte Debut von The Moms aus New Jersey hat sich etwas verzögert, aber ist nun gestern auf Paper and Plastick erschienen. Ich hatte da was im Frühling drüber geschrieben, die Band könnte Euch also schon bekannt vorkommen. Das waren die, die sich wie eine Mischung aus Red City Radio und Have Nots und den aktuellen Against Me! anhören. Die Betonung bei Punk Rock liegt in diesem Falle also auf Rock, aber das kann man bei dem Label ja nun auch erwarten. Das Album mit dem schönen Titel Buy American, auf dem auch die bereits im März erschienene EP Blow Me drauf ist, könnt Ihr in limitierter Version hier beim Label bestellen. Da gibts insgesamt 1000 Stück von und 700 davon sind Red with Blue & White Splatter und der Rest Half Red / Half Blue w/ White Splatter on Red Side. Ein neues Video zu dem Song Miss America gibbet auch noch. Irgendwie fand ich die vor nem halben Jahr noch gut, jetzt eher so naja und langweilig, aber das kann auch tagesabhängig sein. Probierts mal selber aus.

Hier das komplette Album der 3 jungen Männer im Stream. Das wollte ich noch schnell loswerden – das sind 3 Kerle, keine Mütter. Das macht man halt so, bei The Nuns waren ja auch keine Nonnen am Start, so weit ich weiß. Naja. Musik!

Ovens – S/T EP

Vor ein paar Monaten erst hat Tony Molina seine 12″ Dissed and Dismissed veröffentlicht und damit auch relativ gute Kritiken eingeheimst, was wohl jetzt der dafür Grund ist, warum man noch mal seine alte Band Ovens aus dem Grab schaufelt. Warum auch nicht, wenn man noch Schätze im Keller liegen hat, kann man die ja auch bei guter Gelegenheit hervorkramen – so funktioniert doch diese Marktwirtschaft, oder? Äh, ja. Die Songs auf der selbst-betitelten Single, die im Jahr 2005 vom Sänger und Gitarristen der Fastbacks Kurt Bloch aufgenommen wurden, sind jedenfalls genauso super wie all der andere Kram, den der von der Presse als Hardcore Veteran bezeichnete Tony Molina so herausbringt.

Immer wieder findet sich eine Mischung aus Weezer und Thin Lizzy und den poppigen Fastbacks in seinen Songs, obwohl auf dieser Single der Einfluss der Beatles unüberhörbar ist (vielleicht sogar ein bisschen was geklaut?). Vielleicht ist das auch einfach der Charme der San Francisco Bay Area, den man da durchhört? Ich finds großartig – und mindestens 300 andere Leute auch, denn die Single, die erst vor kurzem auf Melters erschien, ist bereits ausverkauft. Skandal. So viel zum Thema gute Gelegenheit. Hört Euch mal seine Sachen an und solltet Ihr zufällig über eine der Singles stolpern, würde ich mich über eine Nachricht freuen…

Glen E. Friedman – My Rules

Genau 20 Jahre nach der Veröffentlichung des ultimativen Foto-Bildbandes über Skateboarding, Hardcore und Hip Hop Bands der 80er, Fuck You Heroes, bringt Glen E. Friedman mit seinem neuen Bildband My Rules einen weiteren supergeilen Einblick in die besagte Szene heraus.
Tolle Fotografien aus einer spannenden Zeit, wobei man anmerken muss, dass „nur“ 30% der Bilder in diesem Buch auch tatsächlich neue Fotos sind, die noch nicht in seinen letzten Bänden veröffentlicht waren. Wenn Ihr also schon Fuck You Heros und Fuck You Too zuhause auf Eurem Couchtisch liegen habt, müsst Ihr das neue Ding nicht unbedingt kaufen.

Da allerdings die ersten beiden Bücher bereits ausverkauft sind und wohl derzeit auch nicht nachgedruckt werden, empfiehlt sich My Rules auf jeden Fall für alle, die sich ein bisschen für die Skate-, HC- und Hip Hop Szene der 80er Jahre interessieren.
Wenn Euch also solche Namen wie Tony Alva, Duane Peters, Rodney Mullen, Ice-T, Jello Biafra und Ian MacKaye etwas sagen, dann ist das genau das richtige Büchlein, das Ihr Euch hier bei Amazon bestellen könnt.
Vor ein paar Monaten schon haben sich im übrigen Ian MacKaye und Glen E. Friedman in dem Dischord House getroffen und über einige der Fotos gesprochen, die in dem neuen Buch abgedruckt sind. Da sind schöne Sachen dabei. Wie Zum Beispiel ein Bild, auf dem Rodney Mullen Flatland Tricks vor den Augen von Minor Threat macht (als er 12 war?). Ein anderes zeigt LL Cool J mit der wohl größten Boombox aller Zeiten in dem Treppenaufgang einer U-Bahnstation. Und so weiter…könnt Ihr Euch hier mal ansehen. Mehr Bilder gibts dann nach dem Sprung…

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Records Collecting Dust

Ich würde gerne mal verstehen, was die Faszination ausmacht, sich fremder Leute Plattensammlungen anzusehen. Da gibt es doch inzwischen schon einige filmische Beiträge zu und irgendwie wird das dennoch nie so richtig langweilig, wenn die Menschen da vor der Kamera durch ihre LPs und 7″s wühlen und persönliche Geschichten dazu erzählen. Ich fühl mich da zumindest immer ganz gut unterhalten. Aber warum genau, das kann ich mir nicht so recht erklären.
Records collecting Dust ist eine weitere Dokumentation über 1000 Menschen, die sich im Laufe der letzten 40 Jahre eine stolze Sammlung an Vinyl zugelegt haben und nun anscheinend gerne mit anderen Menschen darüber sprechen. Vor allem mit Jason Blackmore, einem Musiker aus San Diego, der jetzt wohl auch Interesse am Filmemachen hat. Die besagte Dokumentation kommt in diesem Winter raus und richtet sich augenscheinlich an ein Zielpublikum, dass viel Punk Rock gehört hat. Unter anderem bekommt man einen Einblick in den Privathaushalt von Jello Biafra (der hat doch neulich erst bei den Crate Diggern mitgemacht?), Keith Morris, Mike Watt, Speedo und vielen mehr. Die komplette Liste findet Ihr nach dem Dings. Hier schon mal der offizielle Trailer, in dem ein paar der Interviewpartner nach der ersten Platte gefragt werden, die sie sich gekauft haben…wüsste ich ja persönlich nicht mehr, aber egal. Tote Hosen? Metallica? Ärzte? Prinzen? Ähh…Film ab.

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Introducing…The Stops!

Ohne großartig Worte zu verlieren: The Stops aus Portland. „5 Girls playing Punk.“ Die Band gibts schon ein paar Jahre, aber erst jetzt kommt in Deutschland das Demo raus. Auf Sabotage. Bald. Was ein bisschen komisch ist, denn im Januar hatten die Mädels schon auf Residue Records eine Single veröffentlicht, die nicht explizit als „Demo“ verkauft wird. Aber was weiß ich denn schon. Auf dem jetzt bald erscheinenden „Demo“ bekommt Ihr auf jeden Fall 4 Songs zu hören, die irgendwo zwischen poppigem Garage und düster-melodischem Kellerpunk angesiedelt sind. Verschwitzt und fröhlich, oder so. Da spielt im übrigen auch die Cissie mit, die bei den Pedestrians schon am Bass gespielt hat und jahrelang beim MRR Redakteurin war. Interessant, ne?

Red Dons feat. TV Smith – A Vote for the Unknown

Ein neuer Song von den genialen Red Dons ist letzte Woche im Netz aufgetaucht. Das ist ja immer erst mal eine gute Nachricht. Die Band aus Portland hat schließlich seit bereits 7 Jahren nur super Musik herausgebracht. Naja, wenn man das genau nimmt, sogar schon ein bisschen länger, denn mit den Observers waren die ja fast schon in der selben Besetzung seit 2003 unterwegs.
Aber wie auch immer, bei dem neuen Song A Vote for the Unknown erkennt auch das ungeübte Ohr schnell, dass hier nicht Doug Burns am Gesang tätig ist, sondern eine andere bekannte Stimme. Aus was für einem Grund auch immer haben sich Red Dons nämlich hier mit TV Smith zusammen getan, dem Sänger von den Adverts. Und so klingt das dann eben auch. Musik nach Red Dons, Gesang nach den Solo-Sachen von TV Smith. Nett, aber ich hoffe dennoch, dass auf dem im Oktober erscheinenden Release der gute Doug auch ein paar Gesangsparts übernimmt. Da bin ich relativ unflexibel, aber ich lass mich dann auch gerne vom Gegenteil überzeugen. Die Single kann man im übrigen schon auf Deranged vorbestellen…

Red Scare Industries – 10 Year Sampler

Seit gestern ist der Labelsampler von Red Scare online veröffentlicht. In den nächsten Tagen kommt dann auch ein physikalisches Dings auf den Markt, diesmal sogar in Form einer Vinylscheibe. Ich sag das nur deshalb, weil die neue Copyrights ja augenscheinlich nicht auf Vinyl erscheint, sondern nur auf CD. Weird. Oh, und apropos Copyrights: Ratet mal, wer da auf der Tour durch Europa am Schlagzeug sitzt…kommt Ihr nie drauf.
So, dann meldet Euch mal fein beim bekackten Spotify an, um die neuen und unveröffentlichten Songs von Masked Intruder, Copyrights, Methadones, Cobra Skulls, Sidekicks und vielen mehr zu hören.

New Flesh – The Absurd & Tour

Wusstet Ihr eigentlich, dass Oakland in Kalifornien eine der gefährlichsten Städte der USA ist? Dafür, dass diese popelige Stadt an der San Francisco Bay gerade mal 400.000 Einwohner zählt, gab es im Jahr 2012 über 3500 Gewaltverbrechen, davon 127 Morde. Da geht einiges. Schief. Keine Ahnung, warum ich das hier schreibe, ist mir nur letztes Jahr aufgefallen, als ich näheres zu der Band The New Flesh nachgelesen habe. Die kommen eben aus dem besagten Oakland und das Debüt Album Reality fand ich richtig gut – da wollte ich mal mehr Infos zu dem Umfeld haben und so, manchmal ist sowas ja interessant zu wissen. Doch so sehr mir auch die erste LP von The New Flesh gefallen hat, dieses mal geht mir der Gesang bereits nach 5 Minuten derartig auf den Sack, dass ich den Kram ausmachen und ein paar Worte in den leeren Raum hinein sprechen muss, um mich zu vergewissern, dass ich nicht auch so seltsam klinge. Was ich meine? Die Stimme klingt so, wie Jens Rachut das mal in dem Dackelblutsong Kinder kriegen Kinder beschrieben hat.

Er streicht es rot, wenn der Herbstwind tröhlt.

Das hab ich bis heute nicht verstanden. Tröhlen kam in meiner sprachlichen Sozialisation nicht vor, aber jetzt kann ich mir vorstellen, was das sein soll, wie das klingen soll. So, wie der Sänger von The New Flesh. Der tröhlt sich auf der neuen LP The Absurd durch 7 Songs, die mir alle überaus gut gefallen würden, wenn…nun ja.
Die LP wird im Oktober auf Deranged erscheinen und man kann sich das Album hier schon vorbestellen. Die Band bringt sich im übrigen bald in Sicherheit, denn Ende dieses Monats beginnt ihre Europa-Tour in Barcelona. Danach spielen sie auch einige Shows im sicheren Deutschland – vielleicht passt mir der Gesang live ja besser, ich werde es herausfinden. Tourdaten nach dem Sprung.

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