The Moms – Blow Me EP

Das Trio aus New Jersey ist auch schon ein bisschen länger unterwegs (also seit ein paar Jahren) und eigentlich wollte ich letztes Jahr bereits über die Jungs schreiben. Hat sich irgendwie nicht ergeben und dann vergisst man sowas ja mal schnell. Jetzt haben sich The Moms aber mal wieder mit ihrer aktuellen EP „Blow Me“ ins Gedächtnis gerufen, die man sich auf der Soundcloud Seite von ihrem Label anhören kann. Das ist zwar kein physisches Release, aber dafür bekommt man schon mal einen Eindruck von dem im Juli erscheinenden Album auf Paper and Plastick, das dann „Buy American“ heißen wird.

Ihre erste Single „Viva!“ hatten sie noch auf Panic State Records rausgebracht, doch scheinbar passen sie mit ihrem rauem Punk Rock perfekt auf das Label von Vinnie Fiorello, was man durchaus verstehen kann. Hören sich The Moms doch auch irgendwie wie eine Mischung aus Red City Radio und Have Nots an. Könnt Ihr Euch ja mal anhören…

Ein Lebenszeichen von Dear Landlord

Ja, von denen hat man nach ihrer Split mit Dopamines vor 3 Jahren auch nichts mehr gehört. Ok, die waren in den USA auf Tour mit Murderburgers und so, aber neue Lieder haben die schon länger nicht gemacht. Die Jungs waren wohl ziemlich gut ausgelastet mit ihren anderen Projekten, spielen doch alle auch in anderen relativ bekannten Bands wie Copyrights oder Gateway District. Aber da die erstgenannten sich schließlich letztes Jahr aufgelöst haben, kann man sich anscheinend wieder einer gemeinsamen Leidenschaft namens Dear Landlord widmen.

Vor ein paar Tagen haben sie ein Demo auf ihrer Bandcamp Seite veröffentlicht, naja, einen mickrigen Song, aber das erweckt ja zumindest den Anschein, als ob da in Zukunft noch mehr kommen soll. Ich mag die. Mal sehen, was passiert, ich unterrichte Euch dann 2 Wochen zu spät über Neuigkeiten.

Teenage Exorcists

Manchmal, wenn das Wetter stimmt, is mir irgendwie nach Popmusik. Nicht unbedingt das fürchterliche Radioprogramm der bekannten Sender, sondern eher so ne Mischung aus Iggy Pop und Madonna. Irgendwas, das die Leichtigkeit des kalifornischen Songwritings der Beach Boys hat und trotzdem nicht lalala Langeweile verbreitet. Wie gut, dass es die Teenage Exorcists gibt. Die haben sich so ziemlich genau auf den oben beschriebenen Sound geeinigt und garnieren den sogar noch mit unglaublich genialen Gitarrensoli.

Die drei Jungs haben sich erst letztes oder vorletztes Jahr gegründet, kommen aus Riverside in Kalifornien und bezeichnen ihre Musik selber als Scum Pop. Das ist aber auch so ziemlich alles an Info, was man ohne aufwendigere Recherche herausfindet, denn der Bandname ist zwar einerseits cool, aber andererseits leider auch mit einer kleinen Gruppe von religiösen Menschen verknüpft, die das ernst meinen! Kein Scheiß.

Teenage Exorcists sind auch 3 Mädels aus Arizona, die durch die Welt tingeln und, nun ja, Exorzismus betreiben. Da hatte Vice auch mal ein Filmchen drüber gemacht. Und bei ner Suchanfrage mit dem Titel „Teenage Exorcists“ erhält man eben wesentlich mehr Kram zu diesen bekloppten Jungfrauen als zu ihren Pop-Rock-Indie-Dings Namensvettern.

Na, egal. Musik! Hört mal, hier ist die erste EP von dem Vierling, das mir den Frühling versüßt. Sehr schön! Und kann mal irgendjemand das auf Vinyl rausbringen, bitte?

Voight-Kampff

Zwischenfrage: Habt Ihr „Do Androids Dream of Electric Sheep?“ gelesen? Dieser tolle Roman von Philip K. Dick, der auch relativ dick vom Regisseur Ridley Scott unter dem Titel „Blade Runner“ verfilmt wurde? Naja, das eine oder das andere kennt Ihr bestimmt. In beiden Versionen spielt auf jeden Fall der sogenannte Voight Kampff Test eine große Rolle, mit dessen Hilfe nämlich ein Replikant mittels einer bestimmten Technik der Fragestellung erkannt werden kann. Ihr erinnert Euch? Gut.

Die Band, die sich solch einen Namen gibt, muss ja zwangsläufig ein bisschen düster sein. Oder einfach nur Fans der Story, ist ja eigentlich egal. Aber der Sound der Band erinnert teilweise tatsächlich an die dunkle und beklemmende Stimmung des Films/Buchs. Das ist ja grad auch groß in Mode. Diese düsteren Punk Rock Bands. Und glücklicherweise stechen Voight-Kampff deutlich aus dem Haufen der Bands hervor, die versuchen, diesen Kram zu spielen.

Eigentlich besteht Voight-Kampff lediglich aus zwei Protagonisten, die die Songs schreiben und sich dann für ihre Live Auftritte ein paar Musiker zusammensuchen. Joe Sulier und Colin Swanson-White haben die Band vor 2 Jahren gegründet und sind kürzlich mit ihrer Debüt Scheibe auf Deranged Records gelandet. Interessanterweise lebt Joe in St. Louis und Colin in Minneapolis, was das Proben wohl ein bisschen schwierig gestaltet und womit sich auch das unterschiedliche Line-up bei Auftritten erklären lässt. Die haben eben eine Band in St. Louis und eine in Minneapolis. Nun ja.

Ihr solltet Euch auf jeden Fall die LP mal anhören, die Band kommt nämlich bald auf Europa Tour und da will man ja nicht traurig in der Ecke stehen, sondern die Jungs abfeiern.

Wer dann mit Voight-Kampff auf Tour geht und sich an den Instrumenten verausgabt, ist im übrigen noch nicht bekannt.

Needles//Pins – Tour

Die fantastischen Needles//Pins aus Vancouver gesellen sich heute zu ihren Landsleuten. Irgendwie ist das eine kanadische Invasion aufm Dings hier. Ich muss mich demnächst mal mehr mit asiatischen Bands oder so auseinandersetzen. Naaja. Ihr erinnert Euch, vor ein paar Tagen hab ich ja ein bisschen was über Sonic Avenues geschrieben. Die Band aus Montreal, die demnächst auf Tour ist, ne?! Gut.

Das Trio Needles//Pins von der anderen Seite Kanadas macht seit 4 Jahren zusammen Musik und hat sich im Laufe ihrer 6 Releases (5 Singles, 1 LP) auf einen Sound geeinigt, der irgendwo zwischen Garage, Pop Punk und Buddy Holly (auf Speed) eingeordnet werden kann. Vielleicht vergleichbar mit White Wires oder so. Vor kurzem waren die 3 auch mit der Steve Adamyk Band auf Tour und Herr Adamyk hatte nur Positives dazu im Razorcake Interview zu sagen.

You could lock us in a pine box with those guys and we’d be happy as clams. One of the best current Band going today. Seriously, go find everything you can by Needle//Pins.

Und jetzt haben wir auch die Gelegenheit, diese Band live zu erleben, super, wa? Und zwar zusammen mit den oben bereits erwähnten Sonic Avenues! Am selben Abend. Auf derselben Bühne. Hier, in unserer Stadt! Hammer. Das dauert zwar noch ein bisschen, aber bis dahin könnt Ihr Euch ja schon mal mit den Songs und Texten der Bands vertraut machen. Hier, letztes Release von Needles//Pins auf Mammoth Cave bzw. La-Ti-Da Records mit dem kryptischen Titel 12:34.

Tourdaten hier nach dem Sprung. Hopp… Weiterlesen

Sonic Avenues – Neue LP und Tour

Dass ich hier ab und zu kanadische Bands abfeiere, dürfte dem aufmerksamen Leser dieses Dings schon aufgefallen sein. Es wird also niemanden verwundern, wenn ich heute mal wieder eine grandiose Band aus dem Land der Mounties thematisiere.

Keine Ahnung, was die Kanadianer warum wie richtig machen, aber es scheint im Norden irgendwie Menschen leichter zu fallen, auf poppige Ohrwurmmelodien zu kommen. Naja.

Sonic Avenues kommen aus dem hübschen Städtchen Montreal und haben in ihrer achtjährigen Existenz bereits 2 sehr gute Longplayer veröffentlicht. Außerdem waren sie schon mit Steve Adamyk in Deutschland auf Tour, man könnte die Band also in alter Besetzung bereits live gesehen haben. Interessanterweise sind Sonic Avenues auch hierzulande wesentlich bekannter gewesen als in Nordamerika. Erst mit ihrer zweiten LP von 2012, die auf Dirtnap erschienen ist, hat sich das wohl auch da drüben rumgesprochen, dass die 4 Jungs eine ordentliche Mischung aus Punk Rock, Garage und Pop machen. Ach, Kategorien, das is doch immer scheiße…hört lieber mal rein. Bald erscheint nämlich das neue Album „Mistakes“ auf Dirtnap, auf dem der neue Bassist zum ersten Mal zu hören ist und zu Werbezwecken darf man sich schon mal einen Song davon anhören. Danach versteht Ihr bestimmt, was ich meine.

Im übrigen liegt Montreal auf demselben nördlichen Breitengrad wie Bordeaux oder Venedig – soviel zum Thema Norden. In den nächsten Tagen verrate ich dann auch, wann die Band mit wem auf Tour ist. Und warum Ihr da hingehen müsst…

Vinyl Recycling

Habt Ihr zu viele LPs in Eurem alten Expedit stehen, die Ihr gar nicht mehr hört? Oder eine überflüssige Sammlung von Charts Singles aus den 80ern? Das nimmt ja nur Platz weg und muss bei dem nächsten Umzug wieder geschleppt werden. Also weg damit?! Falls Ihr Euch allerdings nicht für immer von dem Vinyl trennen wollt, hätte ich da ne Idee.

Der oder die Etsy Verkäuferin mit dem kreativen Namen RandomPrefect schnitzt aus alten Platten und Singles so ziemlich alles in Handarbeit auf Halskettenanhängergröße. Da kann man sich einen Cupcake, eine Teekanne, ein Ampersand, ein Pferd, ein Huhn, einen Stormtrooper oder auch ein Star Trek Abzeichen aus einer großen Sammlung von Einzelstücken aussuchen und für gar nicht mal so viel Geld bestellen (der hübsche Singleadapter vom Foto kostet beispielsweise nur 14,88€). Und wie gesagt, das ist nicht mit Laser oder so ausgeschnitten! Sehr schön.

Ich versuch das einfach mal selber mit meiner Salt’n’Pepa Single. Da steckt bestimmt ein hübscher Totenkopf drin oder so…