Todd Congelliere – Neue LP & Tour

Nanu, da passt man mal ne Sekunde nicht auf und schon hat Todd Congelliere ein Soloalbum aufgenommen. Der gute Mann betreut ja nicht nur das feine Label Recess Records, sondern spielt nebenher auch noch bei Toys That Kill, FYP und Underground Rauilroad To Candyland mit, bzw. singt. Anscheinend ist er aber damit nicht ausgelastet und es fließen nur so Punk Rock Perlen aus seinem Hirn in die Gitarre in das Mikro auf das Vinyl.

Hier könnt Ihr schon mal die ersten paar Stücke von der Bandcamp Seite hören. Bald erscheint die Platte natürlich auf Recess und die könnt Ihr dann besitmmt schon auf einem der vielen Konzerte kaufen. Der ist nämlich mit allen Bands auf Tour. Kein Scheiß. Die spielen alle zusammen irgendwie. Freu ich mich drauf!


Weiterlesen

The Dicks – Doku!

Na, das ist ja mal ne schöne Idee! Die Filmemacherin Cindy Marabito hat eine Finanzierungskampagne auf Indiegogo gestartet, mit deren Hilfe sie eine Doku über die fantastischen Dicks aus Texas machen will. Ihr kennt die Band, oder? Da wurden auch grad erst ein paar seltene Sachen netterweise wieder veröffentlicht.

The Dicks waren eine legendäre Punk Rock Band, in der nicht nur offensiv mit der Homosexualität des Sängers Gary Floyd umgegangen wurde, sondern die auch ihre deutlich kommunistische Ideologie auf ihren ersten Releases visuell und textlich inszeniert haben. Muss eine lustige Zeit im konservativen Texas der 80er für die Jungs gewesen sein.

Ich bezweifel zwar, dass in den nächsten 5 Tagen noch das erklärte Ziel von $35.000 erreicht wird (momentan steht das Spendenkonto bei $1.620), aber vielleicht bekommen wir zumindest einen etwas ausführlicheren Einblick in die Schaffensphase dieser grandiosen Band, wenn so $2.000 zusammenkommen, mal sehen. Der Trailer ist ja schon mal super. Falls Ihr also ein paar Dollar übrig habt, könnt Ihr hier gerne was spenden.

Cheap Girls – Famous Graves

Nanu, dieses Xtra Mile Recordings hatte ich noch gar nicht so richtig auf dem Schirm. Auf dem Label sind inzwischen Against Me!, Drag The River, Frank Turner, Riverboat Gamblers und noch zahlreiche andere gute Künstler gelandet. Und jetzt also auch Cheap Girls.

Nachdem sie 2 Alben auf Paper & Plastick veröffentlicht hatten, sind sie mit ihrem dritten Album, das im übrigen von Against Me! Sängerin Laura Jane Grace produziert wurde, auf Rise Records gewechselt. Und jetzt das nächste.

Was? Das interessiert Euch gar nicht?

Ok. Das neue Ding heißt Famous Graves, erscheint am 13. Mai und sieht schön aus. Und auf Tour gehen sie auch. Bloß nicht in Europa. Netterweise kann man sich via AV Club einen Song bereits anhören. Auf diesem enorm riesigen Player…

Kevin Seconds – Off Stockton

Den Mann kennt man noch von damals. Da hat der Posi-Core gemacht, oder wie man das nannte. Da wo Kevin Seconds früher noch wütend „We’re gonna fight“ geschrien hat, trällert er heute – altersgerecht – in „My Recollection“ über seine Erinnerungen. Wir werden alle nicht jünger. Nicht falsch verstehen. Ich mag die Dudelei, gut für so einen Sonntag, oder was is fürn Tag heute?

Das neue Solo-Album ist seit gestern via Rise Records erhältich, dort, wo 7 Seconds angeblich auch bald was Neues veröffentlichen wollen.

Generacion Suicida

Für all diejenigen unter Euch, die so Sachen wie Masshysteri oder Sista Sekunden abfeiern, kommt hier eine grandiose Band aus L.A., die schon seit 3 Jahren qualitativ hochwertige Sachen raushauen: Generacion Suicida!

Und auch wenn der Sound an die Bands aus Schweden erinnert, steht er doch in einer Tradition älterer L.A. Bands der späten 70er wie Avengers oder Bags. So gesehen haben die Schweden diese Spielrichtung des Punk Rocks nur leihweise zelebrieren dürfen. Jetzt ist wieder die original Geburtsstätte am Start!

Die 4 Bandmitglieder stammen aus South Central, Korea Town und Anaheim und texten ausschließlich auf Spanisch. Das kann ich zwar nicht so gut verstehen, aber das hat mich ja auch bei den genannten schwedischen Bands nicht sonderlich gestört. Frau und Mann wechseln sich beim Singen ab, Gitarre schrammelt durch, Bass zaubert Melodien und Schlagzeug scheppert eingängig im Hintergrund. Hervorragend!

Das Debütalbum ist jüngst auf Going Underground erschienen und hierzulande via Cut the Cord that… erhältlich. Außerdem kann man im letzten Razorcake ein ausführliches Interview mit der Band nachlesen. Und zeitgleich ihre 12″ hören….hier.

The Marked Men – live at Saint Vitus 2014

Letztes Wochenende in New York City. The Marked Men spielen 3 ausverkaufte Shows. Und Unartig ist mit der Kamera da und filmt den Kram. Hervorragend!

Brooklyn, Saint Vitus 8 February 2014 (8pm show)
Setlist ~ A Little Time > On The Outside > Don’t Lose It > Ditch > Broken Record > Gone Away > A Little Lesson > It’s Not A Crime > Sully My Name > Still Waiting > Red Light Rumors > Sophisticate > We Won’t Talk About It > What Can I Say > Right Here With You > Someday > Fix My Brain > Master Wicked

Brooklyn, Saint Vitus 8 February 2014 (3pm show)
Setlist ~ Backlash > A Little Time > On The Outside > Don’t Lose It > Stay Away > Broken Record > Gone Away > Ditch > Wait Here > Show Won’t Know > Still Waiting > Too Pretty To Fuck > A Little Lesson > It’s Not A Crime > Right Here With You > Hate Me Anyway > Someday > Fix My Brain

Brooklyn, Saint Vitus 7 February 2014
Setlist ~ A Little Time > On The Outside > Don’t Lose It > Ditch > Still Waiting > A Little Lesson > Not A Crime > Broken Record > Gone Away > She Won’t Know > Right Here With You > Red Light Rumors > Sophisticate > We Won’t Talk About It > What Can I Say > 4000 x > Someday > Fix My Brain

Veröffentlicht unter Info

Gedrängel – Dookie

Ja, das ist Dexter Holland auf dem Cover. Und ja, die LP heißt genauso wie das inzwischen 20-jährige Erfolgsalbum von Green Day. Was wollen uns die jungen Künstler damit wohl sagen? Hmmm. Vielleicht soll alle 20 Jahre ein Hitalbum mit dem Titel Dookie auf den Markt kommen. Vielleicht ist die Musik eine Mischung aus Green Day und The Offspring? Vielleicht sind das aber auch einfach nur drei Spaßvögel, die sich nichts dabei gedacht haben…

Irgendwie stimmt das alles ein bisschen. Das Trio aus Köln macht dreckigen Punk Rock mit deutschen Texten, der musikalisch manchmal schon in die Richtung von diesem ganzen Kram geht, aber teilweise viel zu schnell gespielt wird, da würden ja Tré oder einer der fünf Drummer von Offspring gar nicht hinterher kommen. Aber bei Gedrängel sitzt der Schlagzeuger von den ebenso genialen Shitlers an der Schießbude. Dazu kommt ein Bassist, der schreit und ein Gitarrist, der teilweise infantile Texte singt. 11 kurzweilige Songs auf einer einseitig bespielten 12″ Vinylscheibe, mit O-Tönen von Bud Spencer veredelt. Sehr nettes Debüt!

Pascow – Diene der Party

Am 28. Februar erscheint das neue Album von Pascow mit dem feinen Titel Diene der Party. Freundlicherweise dürfen so Menschen wie ich jetzt schon mal die Werbetrommel für die 5. LP der Band aus Gimbweiler rühren und die gleichnamige Single anpreisen.

Das Album erscheint, wie auch die letzte LP und die Split Single mit Spermbirds, auf dem sympathischen Kölner Label Rookie Records. Am 10. April startet dann die Tour quer durch Deutschland, auf der Ihr Euch auch von den Livequalitäten der vier älteren Herren überzeugen könnt. Doch genug geredet. Hört mal…

Klingt eigentlich wie immer, oder? Wenn die Musik also so bleibt, wie man das von Pascow gewohnt ist, bin ich viel stärker noch interessiert an der Super-Sonder-Special-Version des Albums.

Diese Box besteht aus 180-Gramm-Vinyl mit 20-seitigem Booklet aus schwerem Papier, Inside-Out-Cover und bedruckten Innenhüllen. Außerdem liegen der Box die CD und ein Download-Code bei. Das Highlight des Sets ist ein 80-seitiges Buch im LP-Fomat.

In diesem Buch finden sich die Songtexte, Live-Fotos von Kay Özdemir sowie Texte zu den einzelnen Songtiteln von verschiedenen AutorInnen. Dabei kannten die SchreiberInnen weder den fertigen Song noch die Lyrics, sondern lediglich den Titel‚ihres‘ Songs und hatten völlig freie Wahl in der Ausgestaltung. Alle AutorInnen findet ihr in der folgenden Trackliste jeweils hinter dem Songtitel.

Ein wirklich bunte Mischung aus Prosaischem, Absurdem und Ernsthaftem von der Kurzgeschichte bis zum Liedtext. Der Songtitel „Smells like twen spirit“ wurde im Dezember in einer Verlosung unter allen Pascow-Fans ausgeschrieben; die Wahl des Gewinners steht noch aus.

Ich hatte da aus Spaß auch einen Text beigesteuert, allerdings geh ich inzwischen stark davon aus, dass der nicht gewinnt. Nun ja, die Platte ist bestimmt trotzdem super. Dem Buch fehlt halt was…

Recess Records Label Sampler

Das feine Label von Herrn Congelliere hat mal wieder ein paar Neuigkeiten, die sie demnächst auf Vinyl pressen möchten. Also Musik, versteht sich. Und da die Menschen bei Recess Records offensichtlich total nett sind, kann man sich schon mal auf dem kostenlosen Labelsampler ein paar Sachen vorab anhören.

Und ein paar Sachen, die schon ein wenig älter sind. Auf Viva La Silent Era! sind unter anderem vertreten: Dwarves, Audacity, Japanther, Future Virgins und natürlich auch Toys that kill, Underground Railroad to Candyland und ein Song von Todd Congelliere…Hört mal.

Horror Abteilung – Forke des Todes

Für Freunde des poppigen Punk Rocks à la Teenage Bottlerocket, Queers oder Screeching Weasel gibts hier was Neues. Horror Section! Eine Band, die ihre Debüt Single auf Ghost Party Records bereits ausverkauft hatten, bevor sie ihr erstes Konzert gespielt haben. Und angenehmerweise übertreibt die Band auch nicht mit irgendwelcher Effekthascherei, die man in dem Genre Horror Punk sonst gerne mal einsetzt, um von den bekloppten Texten abzulenken. Oder die meisten Leute sind einfach ungeschminkt entsetzlich hässlich, wat weiß ich.

Diese Jungs sind jedenfalls einfach Fans von ultraschlechten B-Movies aus den 80ern und thematisieren diese Filme dann auch gerne in ihren Texten. Da gibts ja schlimmere Sachen. Die Single ist somit auch nach einem Klassiker aus den 80ern benannt: The Prowler. Der hat immerhin 6.1 Punkte bei IMDB bekommen, was ja quasi einem Ritterschlag in der Filmszene entspricht, zumindest was Horror/Slasher Filme angeht. Die bekloppte deutsche Übersetzung lautet im übrigen Forke des Todes. Nun ja.

Hier könnt Ihr auf jeden Fall erst mal das Video zu dem Song Cut you up ansehen, das eigentlich nur eine Ansammlung von Ausschnitten aus verschiedenen Horrorfilmen ist. Wenn Ihr alle aufzählen könnt, habt Ihr Eure Zeit vorm Fernseher verschwendet…

Das Label Eccentric Pop Records hat die ausverkaufte Single nun nachgepresst und die könnt Ihr Euch in dem Plattenladen Eures Vertrauens bestimmt bestellen lassen. Oder Ihr hört Euch einfach die 5 Songs erst mal auf der Bandcamp Seite an.