Down by Law – Pffft

Puh. Nicht nur, dass Dave Smalley einer von den Deppen ist, die sich als Conservative Punk bezeichnen und haarsträubenden Bullshit erzählen (“ Imagine if „affirmative action“ extended to one’s favorite band. The Beatles were four white men. Should they have had to hire „someone of color“ to fill a quota?„). Nein! Der macht inzwischen auch noch beschissene Musik. Normalerweise schreibe ich über schlechte Musik gar nicht erst, warum sollte ich meine und Eure Zeit mit sowas auch vergeuden, aber das hier ist was anderes.

Man kann ja teilweise über die seltsamen Texte und Anwandlungen von Frontmännern hinwegsehen, wenn die Musik noch super ist und diese Ausartungen nicht komplett grenzdebil sind. Als Ray Cappo damit angefangen hat, sich für Hare Krishna zu interessieren und dies auch in seinen Texten zum Ausdruck brachte, hat er mit Shelter immerhin noch gute Musik abgeliefert. Das konnte man sich dann einfach  – auf einem Ohr blind – gut anhören.

Aber das hier? Da singt eine der Stimmen, die ich am liebsten hatte. Die Stimme vom 86er Dag Nasty Album Can I say…Das ist eines der besten Alben, die ich in meinem Plattenschrank stehen habe. Dave Smalley hat dann später (2002) auch die Minority of One mit Dag Nasty veröffentlicht, aber das war irgendwie schon nicht mehr dieselbe Band, da klang alles auf dem Album nach etwas anderem. Was wollte ich eigentlich? Ach ja! Nix. Hört Euch den Stream vom neuen Down by Law Album an. Vielleicht versteht Ihr dann meine Enttäuschung.

Happy Holidays

Ich bin dann auch mal weg. Vielleicht melde ich mich zwischendurch mit unwichtigem Kram, aber voraussichtlich ist hier jetzt ne Woche Pause. Fresst nicht so viel, trinkt nicht so viel!

Fancy Art Club!

Meine künstlerische Begabung liegt irgendwo auf dem Niveau eines blinden Schimpansen, und das beleidigt den armen Affen eigentlich noch. Na gut, ich hab mal Schlagzeug gespielt, aber das ist ja auch eher ein besonders lauter Sport als eine ausdrucksstarke Kunstform. Zumindest, wenn ich hinter der Schießbude sitze. Umso mehr beneide ich dementsprechend Menschen, die auf irgendeine Art talentiert sind und wunderbare Dinge aus dem Nichts zaubern können. Künstler! Pah.

Der gute Mario Turiaux ist so einer. Sieht man sich seine schicke neue Website (Fancy Art Club) an, erkennt man schnell, dass ihm anscheinend eine Menge Talent in die Wiege gelegt wurde. Er zeichnet Konzertposter, Plattencover und anderen Kram oft mit so vielen Details und Geschichten, dass man öfters ne Weile braucht, bis man sich daran satt gesehen hat. Ein schönes Beispiel dafür ist das aktuelle Poster für ein Chip Hanna Konzert oder auch das verlinkte „Greetings from Aachen„. Das gibts im übrigen auch als T-Shirt, falls Ihr noch ein Last-Minute-Geschenk braucht.

Und nebenbei macht der Tausendsassa auch noch Musik. Guter Mann! Fragt ihn doch einfach bei Facebook, ob er für Eure langweilige Band ein Poster oder Cover zeichnen will…

Drunken Sailor Compilation

Über das englische Label Drunken Sailor Records aus Stoke-on-Trent hab ich hier schon mal im Sommer was gehabt, aber eigentlich müsste man dem betrunkenen Seemann noch viel mehr Aufmerksamkeit schenken. Dann mach ich das eben jetzt…

Auf seiner Bandcamp Seite hat das Label jetzt einen kostenlosen Sampler bereitgestellt, der mit 18 Bands ein relativ abwechslungsreiches Programm bietet. Von der Hardcore Band Werewolves on Motorcycles (geiler Bandname) über die zuckersüßen Klänge des Salt Lake City Pop Quartetts Baby Ghosts bis hin zu den bärtigen Punk Rockern von Iron Chic, die einen Coversong von den Butthole Surfers beisteuern. Ist alles Punk Rock, versteht sich, aber die Compilation wird beim Durchhören auf keinen Fall langweilig.

Alle vertretenen Bands haben in diesem Jahr auf dem Label irgendwas rausgebracht oder zumindest mit anderen Labels ein Co-Release am Start. Toys That Kill zum Beispiel oder Low Culture. Auf dem Cover ist im übrigen der Nachwuchs des Labelinhabers zu sehen. Sehr sympathisch!

World/Inferno Friendship Society – 7″

Die lustige Truppe aus Brooklyn, New York gibts inzwischen schon seit fast 20 Jahren und fast ebenso lang verfolge ich bereits die Veröffentlichungen und die Shows der Band (Scheiße, ich bin auch schon alt). Bei so einer langen Bandgeschichte kann man sich ja vorstellen, dass sich die Musik im Laufe der Zeit etwas weiterentwickelt und dass die Besetzung bei so einem Orchester auch mal wechselt. Laut Wikipedia bestand die World / Inferno Friendship Society bisher bereits aus mehr als 40 Musikern…OK!

Und waren sie zu Beginn noch etwas wild, punkig und roh, so sind sie inzwischen irgendwo bei einer Mischung aus Jazz, Soul, Klezmer und Polka angekommen. Mir persönlich gefiel das früher etwas besser, aber man muss seinen Lieblingen von einst ja auch erlauben, „erwachsen“ zu werden. Und live ist die Band ohnehin immer ein großartiges Erlebnis.

Jetzt haben die 7-10 Bandmitglieder auf jeden Fall eine neue Single am Start, die sie nächste Woche offiziell veröffentlichen werden. Interessanterweise spielen auf den Release Shows auch zwei Leute wieder mit, die seit 15 Jahren nicht mehr dabei waren. Peter Hess (Tenor Saxophon) und Scott Hollingsworth (Piano) werden sich zusammen mit dem rotweinsüchtigen Sänger Jack und den anderen Verrückten die Bühne teilen.

Ihr könnt Euch schon mal den neuen Tieltrack der Single This packed Funeral hier anhören und selber entscheiden, ob die Band Euch noch gefällt oder wieder oder gar nicht.

It’s Alive Sampler!

Ich weiß nicht, warum die Werbestrategen von dem sympathischen Pop Punk Label bei It’s Alive ihren Summer Sampler 2013 kurz vor Weihnachten herausbringen, aber da der ja eh für lau runtergeladen werden kann, scheint Gewinnmaximierung auch nicht das angestrebte Ziel gewesen zu sein.

Der Sampler verschafft einen guten Überblick über die aktuell erhältlichen Sachen auf dem kalifornischen Label und außerdem sind noch ein paar neue Songs von Bands drauf, die bald ihr Release raushauen werden. Für Fans von Crusades, Copyrights, City Mouse, Underground Railroad to Candyland oder Mean Jeans auf jeden Fall ein hörenswertes Exemplar.

Punxelated #2

Manchmal passen zwei Dinge so wunderbar zusammen, dass man sich das Eine nicht mehr ohne das Andere vorstellen kann. Zum Beispiel Kaffee und Zigarette, oder Kino und Popcorn, oder Kacken und Lesen. Zum Glück gibt es für letzteres endlich wieder Nachschub…

Der Bonner Weltenbummler Marc Gärtner hat in diesen Tagen seine zweite Ausgabe von Punxelated herausgebracht. Ein Photo Zine, das sich wunderbar auf dem Klo lesen lässt, muss man doch für das Anschauen von Bildern oft nicht so wahnsinnig viel Konzentration aufbringen.

Wie gut Marc fotografiert, konnte man schon im ersten Teil bewundern, der im letzten Jahr erschien oder auch auf seiner Seite, auf der mindestens 100 000 Fotos zu bestaunen sind. Da kann man auch nach Bands sortieren und so. Sehr cool! Jetzt also eine neue Hochglanzversion von 48 Punk Rock Bands auf 56 Seiten. Unter anderem wurden abgelichtet: Night Birds (Cover), Screaming Females, Off with their HeadsRancidMasked Intruder, Mikey Erg und Antitainment.

Die zweite Ausgabe von Punxelated könnt Ihr hier bestellen und auf Euer Klo legen. Ich kontrolliere das dann nächstes Mal, wenn ich da bin…

Musik – Video – Spiel

Was es nicht alles gibt! Nachdem verschiedene Bands bereits interaktive Videos zu ihren Songs auf den Markt geworfen und andere gar einen 24 Stunden Loop ihrer Lieder mit bewegten Bildern unterlegt haben, muss man jetzt irgendwie anders seine potentiellen Käufer zum Hören der Musik animieren.

Anscheinend schaut niemand mehr einfach nur schnöde Musikvideos im Browser, das würde ja auch bedeuten, sich für zumindest 3 Minuten nur auf eine Unterhaltungsquelle zu konzentrieren. Also hat man sich überlegt, aus dem zu bewerbenden Song ein Videospiel zu machen! Da muss man ja die ganze Zeit vor dem Bildschirm und auf der entsprechenden Seite bleiben. Brillant!  Weiterlesen

Kids Insane – 7″

Kennt Ihr eigentlich Kids Insane aus Tel Aviv? Nein? Als Fan von politischen Hardcore Bands sollte man die mal antesten.
Ich fand ihre inzwischen ausverkaufte LP „All over“ schon ziemlich unterhaltsam und die neue 7″ enttäuscht auch kein bisschen.

Kommt auf Take it back raus und wenn Ihr schnell seid, könnt Ihr noch eines der blauen Pre-Order Exemplare ergattern. Erscheint offiziel erst am 20.12., aber wie das heute so ist, kann man sich den Kram schon vorher auf deren Bandcamp Seite anhören. Oder hier…