Discogs – Aufstieg und Fall in der Gunst eines Nutzers

Discogs! Die fast schon zwanzig Jahre alte Webseite hat sich in den letzten 10 Jahren zu der meistbesuchten Plattform für Musikliebhaber/Nerds und Sammler gemausert, wenn man den nicht ganz so genauen Statistiken Glauben schenken mag. Und das auch irgendwie zurecht, denn mit der Idee einer vollständigen Online-Datenbank von Tonträgern aller Musikrichtungen hat man – gerade was Vinyl angeht – bei dem Hipster-Zeitgeist offene Türen eingerannt. Ok, zunächst war das alles anders und der Gründer Kevin Lewandowski (habt ihr auch zwei hässliche Fußballer vor Augen? Haha) wollte eigentlich bloß seine eigene Plattensammlung online katalogisieren. Das fanden viele Leute ganz prima und so wurde Discogs zu einer öffentlichen Seite, die durch ihre Nutzer und deren Input stetig wuchs. Zunächst wurden Diskografien von Künstlern eingetragen, die nur ein einziges Genre – elektronische Musik – bedienten. Dann kam Hip Hop hinzu und nach und nach wuchs die Datenbank durch die Fleißarbeit der vielen Discogs-Nutzer an.
Heute hat Discogs fast 400.000 Nutzer und die Datenbank umfasst mehr als 9 Millionen Tonträger. Das ist alles ziemlich cool, wie ich finde. Ein System, das von einer Vielzahl von Nutzern aufgebaut und kontrolliert wird, erfüllt so seinen Selbstzweck: die vollständige Diskografie von Labels und Bands mit allen offiziellen und inoffiziellen Releases in all ihren Variationen. Weiterlesen

Night Birds – Monster Surf

So, seit gestern ist die instrumentale Surf Punk Single von den großartigen Night Birds draußen und wahrscheinlich seit gestern +5 Minuten ausverkauft. Falls Ihr noch Hoffnungen auf ein Exemplar habt, dann könnt Ihr hier bei Wallride Records enttäuscht werden. Vielleicht auch nicht, was weiß ich. Oder Ihr hört Euch das tolle Ding einfach hier immer wieder an. Geht ja heutzutage sogar unterwegs, das solltet Ihr mal mit Vinyl probieren. Pah. Stream geklaut bei Noisey

White Reaper – Cool

Ein neuer Song von meinem Lieblings PopFuzzNoiseSchrammel Trio White Reaper. Am 24. Juni kommt die neue 12″ EP auf Polyvinyl raus, die Ihr Euch hier vorbestellen könnt. Das hatte ich neulich schon alles mal hier niedergeschrieben, aber da die Band gerade einen weiteren Song von der 12″ streamt, muss ich das noch mal erwähnen. Der Song ist nämlich ziemlich super. Zwar poppig, aber super. Cool. Hört mal…

The Muffs – Neues Album im Juli

Ach, wo wir grad so gemütlich in den 90ern schwelgen, kann man direkt noch eine Band hier verwursten, die grad wieder durch die musikalische Presselandschaft getrieben wird. Die Rede ist von The Muffs, diese Band, die ihre ersten drei LPs direkt auf nem Major rausgehauen hat. War ne andere Zeit für Indie-Punk-Pop Bands, was?
Auf jeden Fall bringen die jetzt bald ihr erstes Album seit 10 Jahren raus, diesmal auf dem kalifornischen Label Burger Records (Audacity, Gentleman Jesse, Black Lips u.a.). Der vielversprechende Titel lautet Whoop Dee Doo

Nachdem die Sängerin Kim Shattuck ein kurzes Gastspiel bei den Pixies absolvieren durfte, hat sich das Trio von The Muffs nun also wieder zusammengefunden und macht eigentlich auch genau da weiter, wo sie aufgehört haben. Poppiger Gitarrenkram mit sensationeller Stimme. Allerdings bin ich immer noch nicht gänzlich überzeugt von der Band, weil ich jedes Lied, das ich von der Sängerin höre, immer mit ihrem Gesangspart von NOFX‘ Lori Meyers vergleiche. Und so nobel wie in dem Song klang Kim Shattuck meiner Meinung nach irgendwie nie wieder. Wurst. Neues Album – neues Glück. Viel Erfolg.

The Marked Men – live at Saint Vitus 2014

Letztes Wochenende in New York City. The Marked Men spielen 3 ausverkaufte Shows. Und Unartig ist mit der Kamera da und filmt den Kram. Hervorragend!

Brooklyn, Saint Vitus 8 February 2014 (8pm show)
Setlist ~ A Little Time > On The Outside > Don’t Lose It > Ditch > Broken Record > Gone Away > A Little Lesson > It’s Not A Crime > Sully My Name > Still Waiting > Red Light Rumors > Sophisticate > We Won’t Talk About It > What Can I Say > Right Here With You > Someday > Fix My Brain > Master Wicked

Brooklyn, Saint Vitus 8 February 2014 (3pm show)
Setlist ~ Backlash > A Little Time > On The Outside > Don’t Lose It > Stay Away > Broken Record > Gone Away > Ditch > Wait Here > Show Won’t Know > Still Waiting > Too Pretty To Fuck > A Little Lesson > It’s Not A Crime > Right Here With You > Hate Me Anyway > Someday > Fix My Brain

Brooklyn, Saint Vitus 7 February 2014
Setlist ~ A Little Time > On The Outside > Don’t Lose It > Ditch > Still Waiting > A Little Lesson > Not A Crime > Broken Record > Gone Away > She Won’t Know > Right Here With You > Red Light Rumors > Sophisticate > We Won’t Talk About It > What Can I Say > 4000 x > Someday > Fix My Brain

Elektro Punk Spazz

So schade es auch ist, dass Bomb The Music Industry vor ein paar Tagen ihr letztes Konzert gespielt haben und somit nichts Neues mehr veröffentlichen werden, so sinnlos ist es ja, darüber zu lamentieren. Man kann sich schließlich immer noch die gesamte Diskografie umsonst runterladen und hören, verfolgen, was die Leute jetzt so machen oder einfach andere Bands finden, die eventuell die Lücke schließen, die diese großartige Band hinterlässt.

Mir ist da beispielsweise letztes Jahr dieses Duo aus Rhode Island aufgefallen, das irgendwie so ähnlich klingt. Math The Band bezeichnen ihre Musik selber als Elektro Punk Spazz und haben schon so einiges an Kram veröffentlicht. Auch das kann man sich kostenlos zu Gemüte führen. Das letzte Album Get Real ist auch auf Vinyl veröffentlicht worden und hierzulande via X-Mist erhältlich. Kann ich Fans von den besagten Bomb the Music Industry nur empfehlen. Auch, weil sie eine ähnliche Herangehensweise an das Schreiben ihrer Musik verfolgen.

They use a combination of analog synthesizers, vintage drummachines, old video game systems and energy drinks to make the fastest, loudest, most party-est music they can imagine.

Im Februar erscheint das neue Album Stupid and Weird der zwei Verrückten und man kann sich jetzt schon mal einen Song davon anhören. Find ich gut.

Kids Insane – 7″

Kennt Ihr eigentlich Kids Insane aus Tel Aviv? Nein? Als Fan von politischen Hardcore Bands sollte man die mal antesten.
Ich fand ihre inzwischen ausverkaufte LP „All over“ schon ziemlich unterhaltsam und die neue 7″ enttäuscht auch kein bisschen.

Kommt auf Take it back raus und wenn Ihr schnell seid, könnt Ihr noch eines der blauen Pre-Order Exemplare ergattern. Erscheint offiziel erst am 20.12., aber wie das heute so ist, kann man sich den Kram schon vorher auf deren Bandcamp Seite anhören. Oder hier…

Rocket from the Crypt – Love is Lies

Rocket from the Crypt sind grad auf der Insel unterwegs und spielen eine handvoll Shows unter anderem in Manchester (heute) und London (06.12.). Und wie das in der Vergangenheit schon oft der Fall war mit RFTC auf Tour, die haben eine extrem limitierte Single mit dabei, die nur auf den Konzerten verkauft wird.

Diesmal haben sich die Jungs um Speedo Love is Lies vom 78er Album Love Bites der Buzzcocks ausgesucht, den sie für diese 7″ covern. 400 Stück gibt es davon. Schade, die hätten ruhig nochmal auf dem europäischen Festland spielen können.

Red Dons – Single und Flaschenöffner

Das hat ein bisschen länger gedauert, aber jetzt kann man sich endlich die neue Red Dons Single für den heimischen Plattenspieler bestellen!

Wenn man schnell ist, bekommt man sogar noch einen von diesen schnieken Flaschenöffnern.Einfach hier zum Webstore von Taken by Surprise Records gehen und schnell ordern.

Falls Ihr schon wieder vergessen habt, wie die Jungs aus Portland klingen, könnt Ihr Euch die gesamte 7″ noch mal anhören.

Gedanken zu Produzenten

Ganz ehrlich? Ich hab mich selten mit den Produzenten von Punk Alben auseinandergesetzt. Pfft, ich hab meistens gar keine Ahnung, wer die LP abgemischt hat, die ich da grade höre. Keine Ahnung, warum das so ist, aber in Sachen Punk Rock war doch eigentlich der Sound einer Platte fast zweitrangig und ein Namedropping von irgendwelchen dicken Soundmenschen eher unangebracht.

Ausnahmen sind dabei vielleicht die Produzenten Steve Albini und J. Robbins, die mich allerdings zunächst als Musiker begeistern konnten. Ansonsten hätte ich die wohl erst sehr viel später auf dem Schirm gehabt (naja, um Albini kommt man wohl kaum rum). Eine andere Ausnahme sind fast alle Dischord Sachen, weil bei den über 160 Veröffentlichungen fast immer Don Zientara als Produzent drauf steht, da fällt es schwer, das nicht mitzubekommen.

Inzwischen ist es aber ganz normal, dass man im Zuge einer Neuerscheinung auch immer den Typen (gitbs da eigentlich auch Frauen in dem Geschäft?) hinter den Reglern erwähnt und ein bisschen damit wirbt, was der fabelhafte Mann noch so für Bands abgemischt hat. Ich merke dabei immer, dass ich von Sound keine Ahnung habe, denn ich frag mich des öfteren, wie viel ein Produzent an der Qualität einer Punk LP ausrichten kann. So ist meiner Meinung nach die New Day Rising von Hüsker Dü sagenhaft scheiße abgemischt, aber ein sensationelles Album. Im Gegensatz dazu gibt es unzählige Beispiele an sauber produzierten LPs, die jedoch komplett nichtssagend (dadurch) sind. Weiterlesen